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in medias res

Medien-Terror-Extremismus


Ob die heutigen Anschläge des IS oder die Attacken der RAF im Deutschen Herbst vor 40 Jahren – stets wird Terrorismus durch Medien begleitet und durch ihre Logiken beeinflusst. Terroristen und Extremisten nutzen Medien als Instrumente, um sich zu organisieren, Sympathisanten zu werben, Gegner zu provozieren, Botschaften zu streuen, Schrecken zu verbreiten und die Wirkmächtigkeit ihrer Taten zu verstärken. Das Zusammenspiel zwischen Medien und Terrorismus soll in der ersten Veranstaltung der neuen Reihe in medias res unter dem Titel „Medien-Terror-Extremismus“ am 19. Oktober 2017, 18.00 Uhr diskutiert werden. Veranstaltungsort ist die Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum Potsdam. Diana Rieger (Universität Mannheim) und Bernd Zywietz (Universität Siegen) bieten eine medienwissenschaftliche Analyse extremistischer Aktivitäten, aber auch möglicher Gegenmaßnahmen: Bernd Zywietz forscht seit mehreren Jahren zu Dschihadimus im Internet, Diana Rieger beschäftigt sich mit Counter-Narratives, medialen Werkzeugen, um terroristische Propaganda zu entkräften. Rainer Grieger, Präsident der Fachhochschule der Brandenburger Polizei, vertritt in der Gesprächsrunde die Sichtweise der Polizeiarbeit und der Politikberatung; er wirkte mehrere Jahre in der Arbeitsgruppe „Terrorismus“ des Europäischen Rats mit. Moderiert und organisiert wird die Diskussion durch die Medienwissenschaftler Jens Eder und Chris Wahl, beide Professoren der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Die Debattenreihe in medias res ist eine gemeinschaftliche Veranstaltung der SLB Potsdam und des in Potsdam ansässigen Brandenburgischen Zentrums für Medienwissenschaften (ZeM). Sie wird künftig in regelmäßigen Abständen stattfinden und der Öffentlichkeit aktuelle Perspektiven der Medienwissenschaft zugänglich zu machen.