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Sommersemester 2015


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KOLLOQUIUM »LIGENSA«

Narratologie

Do, 23.4. 10.00 – 13.00 Uhr

Dr. Annemone Ligensa, ZeM

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Wir werden uns anhand von theoretischen Texten und Beispielen aus verschiedenen Medien mit den klassischen Problemen und aktuellen Desideraten der Erzähltheorie beschäftigen. Lehrziel ist, vorliegende Theorien auf ihre Anwendbarkeit auf verschiedene Medien hin zu prüfen und ggf. weiterzuentwickeln. Als Einzelaspekte werden u.a. Spannung und unzuverlässiges Erzählen behandelt. Diskutiert werden auch ästhetische und ideologische Normen, d.h. es soll untersucht werden, in wieweit es verallgemeinerbare Kriterien für „gute Storys“ gibt. Die Veranstaltung ist eine Fortsetzung des Kolloquiums vom letzten Semester, kann aber auch unabhängig davon besucht werden.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


KOLLOQUIUM »WAHL«

Medienwissenschaften

Das Bild der DDR im Werk des privaten freien Filmherstellers Horst Klein

Do, 7.5. 16.30 – 18.30 Uhr

M.A. Dennis Basaldella

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Das medienwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet DoktorandInnen und Post-Docs die Möglichkeit, ihre aktuellen Promotions- und Forschungsprojekte zu präsentieren und im kollegialen Rahmen zu diskutieren.

Das Promotionsvorhaben setzt sich mit dem Werk des DDR-Filmemachers Horst Klein (1920–1994) auseinander, das im Filmmuseum Potsdam überliefert ist. Ausgehend von Kleins bedeutender professioneller Karriere als Freischaffender, die in der institutionalisierten DDR eine Seltenheit darstellte und den gesamten Zeitraum der SED-Herrschaft umfasste, widmet sich diese Dissertation der Frage: „Welches Bild der DDR entsteht durch das dokumentarische Werk des Filmemachers Horst Klein?“. Ausgehend vom diskursiven Ansatz der „New Cinema History“ analysiert die Arbeit neben dem filmischen Werk auch die Produktions- und Rezeptionskontexte der Filme, um somit auch den sozialen, ökonomischen und kulturellen Faktoren, die miteinander interagieren, Rechnung zu tragen.

Koordination
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


Personen

Dennis Basaldella M.A., Jahrgang 1982, Medienwissenschaftler und Filmkritiker. Studium der Filmregie in Rom. Nach Tätigkeiten im Bereich der Filmproduktion Bachelor- und Masterstudium der Europäischen Medienwissenschaft an der Universität Potsdam. Während des Studiums forschte er u.a. zum Amateurfilmschaffen von Karl-Heinz Straßburg in der DDR. Seine Masterarbeit über das Internet-Archiv „Wir waren so frei … Momentaufnahmen 1989/90“ der Deutschen Kinemathek wurde 2013 als beste Masterarbeit des Studiengangs ausgezeichnet. Mitarbeit beim Sichtungsprojekt „Regionale Bilder auf Filmen (1950–1990)“ des Filmmuseums Potsdam. Seit 2014 promoviert er an der Universität Hamburg zur Darstellung der DDR im Werk des privaten freien Filmherstellers Horst Klein.


RINGVORLESUNG

Zur Zukunft der Medienwissenschaften. Positionen, Projekte, Perspektiven

Menschenbilder. Konkurrierende anthropologische Modelle als Kernproblem einer interdisziplinären Medienwissenschaft

Do, 7.5. 18.30 – 20.30 Uhr

Dr. Annemone Ligensa, ZeM

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Das neu gegründete Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) wird gemeinsam getragen von den Hochschulen des Landes Brandenburg und hat zum Ziel, die verschiedenen hochschulspezifischen Fachkompetenzen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Bereichen zu bündeln, zur Sichtbarkeit der vielfältigen Forschungsschwerpunkte beizutragen, Nachwuchsförderung zu intensivieren und die Entwicklung neuer Forschungsfragen zu unterstützen. In diesem Sinne ist diese Ringvorlesung auf die Zukunft der Medienwissenschaften gerichtet, um Positionen zu beziehen, Projekte vorzustellen, Fragen aufzuwerfen und Perspektiven zu entwickeln. Die Ringvorlesung hat bereits im Wintersemester 2014/2015 begonnen. Im Sommersemester 2015 werden die Vorträge fortgesetzt und schließen jeweils mit einer ausführlichen Diskussion ab.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


KOLLOQUIUM »DISTELMEYER/WEDEL«

Programmed Visions, Imagined Networks

Do, 21.5. 10.00 – 13.00 Uhr

Prof. Dr. Jan Distelmeyer / Prof. Dr. Michael Wedel, FH Potsdam, EMW / Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Thematisch an das Kolloquium „Interfaces“ aus dem Wintersemester 2014/15 anknüpfend, setzt sich das Kolloquium „Programmed Visions, Imagined Networks“ mit dem Verhältnis von kulturellen Formationen und technischen Artefakten, geistes- und technikwissenschaftlicher Theoriebildung sowie der populären Wahrnehmung und den konkreten Nutzungsprotokollen digitaler Medien auseinander. Im Anschluss an die auf den genannten Feldern zentralen interdisziplinären Arbeiten von Wendy Chun könnten folgende Fragestellungen im Mittelpunkt der Diskussion stehen: Welchen Einfluss haben Kontrolltechnologien auf die Medienentwicklung? In welcher Hinsicht lässt sich „Memory“ als ein Konzept auffassen, das quer zu den Bereichen des Digitalen, Biologischen und der Humanwissenschaften steht?
Im Rahmen des Kolloquiums werden Auszüge aus Wendy Chuns Publikationen gelesen, darunter Control and Freedom: Power and Paranoia in the Age of Fiber Optics (MIT 2006), Programmed Visions: Software and Memory (MIT 2011) sowie Texte aus ihrer laufenden Arbeit.

Gast:

  • Prof. Dr. Wendy Chun (Brown University, Providence, USA)



Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam
Prof. Dr. Michael Wedel, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


KOLLOQUIUM »WAHL«

Medienwissenschaften

Aesthetics in Rebellion: The “Wild Woman” in Fatih Akin’s and Lars von Trier’s Cinema

Do, 21.5. 16.30 – 18.30 Uhr

MA Funda Bilgen Steinberg

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Das medienwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet DoktorandInnen und Post-Docs die Möglichkeit, ihre aktuellen Promotions- und Forschungsprojekte zu präsentieren und im kollegialen Rahmen zu diskutieren.

This doctoral thesis deals with Fatih Akın’s and Lars von Trier’s cinema as a challenge to the archetypal mother/woman image with the different representations of the “Wild/Wolf Woman”. It aims to analyze how this challenge appears through nature, occult, and hyper-sexuality in Trier’s works, and culture, religion, and politics in Akın’s. Focusing on the similarities and differences in the contexts and approaches of the selected movies, the “Wild/Wolf Woman” as a manifestation of aesthetic rebellion cinema will be discussed. How both directors undo and deconstruct the deeply-rooted, archetypal image of woman in grand narratives and the collective unconscious seen from the “male gaze” will be examined by applying and challenging Jung’s archetypes with references to Foucault, Butler, and Camus.
Person

Koordination
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


Persons

Funda Bilgen Steinberg was born in 1983. She is a literary scholar and university lecturer. She completed her BA in English Language and Literature at Bilkent University, and her MA in English Literature with a focus on gender and cultural studies in Middle East Technical University. Her master’s thesis was entitled “An Ecofeminist Approach to Atwood’s Surfacing, Lessing’s The Cleft and Winterson’s The Stone Gods”. She has been working as a lecturer since 2005, including at Mercyhurst University in the USA as a Fulbright scholar. Currently she works at Ankara University and is a doctoral student candidate at Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.


RINGVORLESUNG

Zur Zukunft der Medienwissenschaften. Positionen, Projekte, Perspektiven

Zukunft aus der Vergangenheit. Medienkulturgeschichte und Medienwissenschaft

Do, 21.5. 18.30 – 20.30 Uhr

Prof. Dr. Heiko Christians, Universität Potsdam

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Das neu gegründete Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) wird gemeinsam getragen von den Hochschulen des Landes Brandenburg und hat zum Ziel, die verschiedenen hochschulspezifischen Fachkompetenzen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Bereichen zu bündeln, zur Sichtbarkeit der vielfältigen Forschungsschwerpunkte beizutragen, Nachwuchsförderung zu intensivieren und die Entwicklung neuer Forschungsfragen zu unterstützen. In diesem Sinne ist diese Ringvorlesung auf die Zukunft der Medienwissenschaften gerichtet, um Positionen zu beziehen, Projekte vorzustellen, Fragen aufzuwerfen und Perspektiven zu entwickeln. Die Ringvorlesung hat bereits im Wintersemester 2014/2015 begonnen. Im Sommersemester 2015 werden die Vorträge fortgesetzt und schließen jeweils mit einer ausführlichen Diskussion ab.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


KOLLOQUIUM »LIGENSA«

Narratologie

Do, 28.5. 10.00 – 13.00 Uhr

Dr. Annemone Ligensa, ZeM

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Wir werden uns anhand von theoretischen Texten und Beispielen aus verschiedenen Medien mit den klassischen Problemen und aktuellen Desideraten der Erzähltheorie beschäftigen. Lehrziel ist, vorliegende Theorien auf ihre Anwendbarkeit auf verschiedene Medien hin zu prüfen und ggf. weiterzuentwickeln. Als Einzelaspekte werden u.a. Spannung und unzuverlässiges Erzählen behandelt. Diskutiert werden auch ästhetische und ideologische Normen, d.h. es soll untersucht werden, in wieweit es verallgemeinerbare Kriterien für „gute Storys“ gibt. Die Veranstaltung ist eine Fortsetzung des Kolloquiums vom letzten Semester, kann aber auch unabhängig davon besucht werden.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


KOLLOQUIUM »WAHL«

Medienwissenschaften

A Century and Beyond: Critical Essays on the German Science-Fiction Film

Do, 28.5. 16.30 – 18.30 Uhr

Dr. Evan Torner

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Das medienwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet DoktorandInnen und Post-Docs die Möglichkeit, ihre aktuellen Promotions- und Forschungsprojekte zu präsentieren und im kollegialen Rahmen zu diskutieren.

This study constitutes the first comprehensive book-length film history of a century of German science-fiction cinema, from Harry Piel's Die große Wette (1915) to the forthcoming German-American co-production Unwind (2016). The science-fiction genre both offers a unique vantage point on developments in film technology, finance, reception and social imaginaries in the German context, as well as interrogates the very notion of what a "German" film actually is. This particular study operates on an institutional definition of "science fiction" that encompasses any German-financed, German-led and/or German-language production defining itself in its press, script and development materials as "utopian," "future fantasy" or "science fiction." This self-descriptive approach drawn from institutional discourse permits us to define the contours of SF by way of the historical agents themselves, and avoids confirmation bias by not already presuming what will be found when the materials are situated within their own context.

Koordination
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


Persons

Evan Torner (b. 1982) is an Assistant Professor of German Studies at the University of Cincinnati and currently a guest researcher at the Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. He received his B.A. in German and Education with honors from Grinnell College, and his M.A. and Ph.D. from the University of Massachusetts Amherst. His dissertation “The Race-Time Continuum: Race Projection in DEFA Genre Cinema” explores East German westerns, musicals and science fiction in terms of their representation of the Global South. This research has been supported by Fulbright and DEFA Foundation grants, as well as an Andrew W. Mellon Postdoctoral Fellowship at Grinnell College. He spent 2009-2010 in Potsdam-Babelsberg, and in 2011 translated the exhibit "Dream Factory – 100 Years of Babelsberg" at the Filmmuseum Potsdam into English. His fields of expertise include East German genre cinema, German film history, critical race theory, and science fiction.


KOLLOQUIUM »LIGENSA«

Narratologie

Do, 4.6. 10.00 – 13.00 Uhr

Dr. Annemone Ligensa, ZeM

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Wir werden uns anhand von theoretischen Texten und Beispielen aus verschiedenen Medien mit den klassischen Problemen und aktuellen Desideraten der Erzähltheorie beschäftigen. Lehrziel ist, vorliegende Theorien auf ihre Anwendbarkeit auf verschiedene Medien hin zu prüfen und ggf. weiterzuentwickeln. Als Einzelaspekte werden u.a. Spannung und unzuverlässiges Erzählen behandelt. Diskutiert werden auch ästhetische und ideologische Normen, d.h. es soll untersucht werden, in wieweit es verallgemeinerbare Kriterien für „gute Storys“ gibt. Die Veranstaltung ist eine Fortsetzung des Kolloquiums vom letzten Semester, kann aber auch unabhängig davon besucht werden.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


KOLLOQUIUM »WAHL«

Medienwissenschaften

Bearbeitung innerer Konflikte mit Hilfe medialer Geschichten

Do, 4.6. 16.30 – 18.30 Uhr

Dipl.-Psych. Anna Janssen

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Das medienwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet DoktorandInnen und Post-Docs die Möglichkeit, ihre aktuellen Promotions- und Forschungsprojekte zu präsentieren und im kollegialen Rahmen zu diskutieren.

Mein Promotionsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie mediale Geschichten Menschen helfen können, innere Konflikte zu bearbeiten. Davon ausgehend, dass mediale Geschichten innere Zustände repräsentieren und RezipientInnen dazu anregen können, diese neu zu bewerten und in ihrer Fantasie zu bearbeiten, möchte ich eine Untersuchung mit älteren Kindern oder Jugendlichen durchführen. Dazu sollen zunächst qualitative Interviews durchgeführt werden und diese anschließend durch eine Medienanalyse der genannten medialen Geschichten ergänzt werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf fiktiven Geschichten. Es soll zudem ein Vergleich der Rezeptions- und Verarbeitungsmöglichkeiten über verschiedene Medien erfolgen – Filme, TV-Serien und Games.

Koordination
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


Personen

Anna Janssen ist Diplom-Psychologin mit den Schwerpunkten Medienpsychologie und Klinische Psychologie. Ihre Interessensschwerpunkte sind Medienwirkungsforschung, Medienkonvergenz, Medienrezeption von Kindern und Jugendlichen sowie Psychopathologie und Trauma. Sie ist akademische Mitarbeiterin im Bachelor-Studiengang „Digitale Medienkultur“ an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und promoviert bei Prof. Dr. Martina Schuegraf zum Thema „Bearbeitung innerer Konflikte mit Hilfe medialer Geschichten“. Nebenberuflich arbeitet sie als Prüferin für die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF).


RINGVORLESUNG

Zur Zukunft der Medienwissenschaften. Positionen, Projekte, Perspektiven

Film ausstellen. Medienforschung als Grundlage kuratorischer Praxis

Do, 4.6. 18.30 – 20.30 Uhr

Prof. Dr. Ursula von Keitz, Filmmuseum Potsdam / Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Das neu gegründete Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) wird gemeinsam getragen von den Hochschulen des Landes Brandenburg und hat zum Ziel, die verschiedenen hochschulspezifischen Fachkompetenzen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Bereichen zu bündeln, zur Sichtbarkeit der vielfältigen Forschungsschwerpunkte beizutragen, Nachwuchsförderung zu intensivieren und die Entwicklung neuer Forschungsfragen zu unterstützen. In diesem Sinne ist diese Ringvorlesung auf die Zukunft der Medienwissenschaften gerichtet, um Positionen zu beziehen, Projekte vorzustellen, Fragen aufzuwerfen und Perspektiven zu entwickeln. Die Ringvorlesung hat bereits im Wintersemester 2014/2015 begonnen. Im Sommersemester 2015 werden die Vorträge fortgesetzt und schließen jeweils mit einer ausführlichen Diskussion ab.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


Personen

Prof. Dr. phil. Ursula von Keitz ist Professorin für Filmforschung und Filmbildung an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF sowie Direktorin des Filmmuseums Potsdam. Sie ist außerdem Leiterin des DFG-Langzeitprojekts „Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945 bis 2005“ (mit Kai Hoffmann u. Thomas Weber), Initiatorin und Mitglied des DFG-Forschungsnetzwerks „Erfahrungsraum Kino“ (2011-2014) sowie u.a. Mitglied von Cinegraph Babelsberg und seit 2013 Co-Herausgeberin der Zeitschrift AugenBlick. Sie veröffentlichte Beiträge zur Ästhetik, Geschichte und Theorie des Films sowie zur Ausstellungsarbeit. Jüngste Publikation: (Hrsg. mit Daniel Kulle u. Marcus Stieglegger) Erfahrungsraum Kino, AugenBlick, 56/57 (2013).


GASTVORTRAG

Talent and Talent-Brokers in the Age of Reality TV

Mo, 8.6. 18.30 – 20.30 Uhr

Prof. Dr. Laura Grindstaff, University of California, Davis, USA

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Reality programming has altered the landscape of American television over the past decade, ushering in new industrial labor practices, new narrative codes, a heightened interdependence of broadcast and digital platforms, and more “ordinary” forms of celebrity. Informed by but not limited to interviews with various participants, producers, and casters of Reality TV as well as my past ethnographic research on daytime talk shows, this presentation explores the cultural politics of production and performance of ordinariness in a post-network era. Ordinariness both signals a non-professional, non-elite status and indexes qualities such as realness, intimacy, and authenticity. Its materialization on television requires considerable emotional labor, in which the management of feelings, relationships, and other gestures of interpersonal exchange – tacitly understood to be the “natural” purview of women in the private sphere – are bought and sold as an aspect of labor power in the public sphere. Because the management of emotion appears organic to the self and is associated with women/femininity, it tends to be poorly compensated compared to other dimensions of work, making it ideally suited to the neoliberal imperatives of the new media economy.

Koordination
Prof. Dr. Lothar Mikos, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


Persons

Prof. Dr. Laura Grindstaff is Professor of Sociology at the University of California, Davis (USA). She teaches courses on media, popular culture, cultural sociology, gender and society, and field methods. Her research focuses broadly on American popular culture and its role in constructing gender, race, and class relations. Dr. Grindstaff has published widely on topics ranging from sports to reality television; she is also co-director of the annual Davis Feminist Film Festival. Recent publication (with Susan Murray): “Reality Celebrity: Branded Affect and the Emotion Economy”, Public Culture 27, 1 (2015): 109-135.


Prof. Dr. Lothar Mikos is Professor of TV-studies at the University for Film Studies KONRAD WOLF in Potsdam-Babelsberg. He is also the managing director of the Erich Pommer Institute for media law, media economy and media research, chair of the expert committee of media at the German Cultural Council (Deutscher Kulturrat) as well as chair of the Television Studies Section of the European society for communication scholars ECREA. His research work concentrates on film and television analysis, the global media market, media convergence processes, production and distribution of television series as well as audience research. Recent publication (with Lea Gamula): Nordic Noir. Skandinavische Fernsehserien und ihr internationaler Erfolg (Konstanz: UVK 2014).

Further information www.mikos-media.de


KOLLOQUIUM »WAHL«

Medienwissenschaften

Sadomasochismus in Zeiten von Fifty Shades of Grey: Annäherungen an den gesellschaftlichen Diskurs

Do, 11.6. 16.30 – 18.30 Uhr

Dipl. rer. com. Sibylle Schulz

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Das medienwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet DoktorandInnen und Post-Docs die Möglichkeit, ihre aktuellen Promotions- und Forschungsprojekte zu präsentieren und im kollegialen Rahmen zu diskutieren.

Sadomasochismus – Anfang des 20. Jahrhunderts als eine der Behandlung bedürftige Perversion erachtet, rund 100 Jahre später lässt sich eine Millionenleserschaft von einer Bestseller-Trilogie, die sadomasochistische Sexualpraktiken in extenso thematisiert, fesseln … Haben sich die Sexualnormen in Bezug auf Sadomasochismus/SM dermaßen geändert? Welche Einstellung gegenüber Sadomasochismus und sadomasochistischen Sexualpraktiken zugeneigten Personen haben die Menschen? Kommunizieren sie darüber? Wenn ja, wie? Wie gehen „SMler“ mit ihrer Sexualpräferenz um und welche Reaktionen erleben sie bei einem offenen Umgang in Bezug auf ihre sexuellen Vorlieben? Fragen, deren Beantwortung eine Annäherung an den Diskurs über SM in der deutschen Gesellschaft Anfang des 21. Jahrhunderts ermöglicht. Sadomasochismus in Zeiten von Fifty Shades of Grey: Widernatürlich, pathologisch und krankhaft? Normal, schicklich und akzeptiert? Oder zeitgemäß, en vogue und trendy?

Koordination
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


Personen

Sibylle Schulz, Dipl. rer. com., wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum Corporate Communications, Hochschule für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm. Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Hohenheim mit den Schwerpunkten Politikwissenschaft, Markt- und Kommunikationsforschung und Internationale Kultursysteme. Arbeitsschwerpunkte: Medien und Öffentlichkeit, Unternehmenskommunikation.


RINGVORLESUNG

Zur Zukunft der Medienwissenschaften. Positionen, Projekte, Perspektiven

Von Perspektiven und Architekturen

Do, 11.6. 18.30 – 20.30 Uhr

Prof. Stefan Kim, FH Brandenburg

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Das neu gegründete Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) wird gemeinsam getragen von den Hochschulen des Landes Brandenburg und hat zum Ziel, die verschiedenen hochschulspezifischen Fachkompetenzen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Bereichen zu bündeln, zur Sichtbarkeit der vielfältigen Forschungsschwerpunkte beizutragen, Nachwuchsförderung zu intensivieren und die Entwicklung neuer Forschungsfragen zu unterstützen. In diesem Sinne ist diese Ringvorlesung auf die Zukunft der Medienwissenschaften gerichtet, um Positionen zu beziehen, Projekte vorzustellen, Fragen aufzuwerfen und Perspektiven zu entwickeln. Die Ringvorlesung hat bereits im Wintersemester 2014/2015 begonnen. Im Sommersemester 2015 werden die Vorträge fortgesetzt und schließen jeweils mit einer ausführlichen Diskussion ab.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


Personen

Prof. Stefan Kim ist Kommunikationsdesigner und seit 1999 Professor für Medienkonzeption und -produktion an der FH Brandenburg. Seine Schwerpunkte in Lehre und Forschung liegen in den Bereichen Multimediaproduktion, Computeranimation, Cross-Media-Publishing, Werbefilm und Fotografie. Über seine Publikationen und Projekte gibt der Forschungsindex der FH Brandenburg Auskunft.


KOLLOQUIUM »DISTELMEYER/WEDEL«

Programmed Visions, Imagined Networks

Di, 16.6. 10.00 – 13.00 Uhr

Prof. Dr. Jan Distelmeyer / Prof. Dr. Michael Wedel, FH Potsdam, EMW / Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Thematisch an das Kolloquium „Interfaces“ aus dem Wintersemester 2014/15 anknüpfend, setzt sich das Kolloquium „Programmed Visions, Imagined Networks“ mit dem Verhältnis von kulturellen Formationen und technischen Artefakten, geistes- und technikwissenschaftlicher Theoriebildung sowie der populären Wahrnehmung und den konkreten Nutzungsprotokollen digitaler Medien auseinander. Im Anschluss an die auf den genannten Feldern zentralen interdisziplinären Arbeiten von Wendy Chun könnten folgende Fragestellungen im Mittelpunkt der Diskussion stehen: Welchen Einfluss haben Kontrolltechnologien auf die Medienentwicklung? In welcher Hinsicht lässt sich „Memory“ als ein Konzept auffassen, das quer zu den Bereichen des Digitalen, Biologischen und der Humanwissenschaften steht?
Im Rahmen des Kolloquiums werden Auszüge aus Wendy Chuns Publikationen gelesen, darunter Control and Freedom: Power and Paranoia in the Age of Fiber Optics (MIT 2006), Programmed Visions: Software and Memory (MIT 2011) sowie Texte aus ihrer laufenden Arbeit.

Gast

  • Prof. Dr. Wendy Chun (Brown University, Providence, USA)



Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam
Prof. Dr. Michael Wedel, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


GASTVORTRAG

From Viruses to Habits: How New Media Remains

Di, 16.6. 18.30 – 20.30 Uhr

Prof. Dr. Wendy Hui Kyong Chun, Brown University, Providence, USA

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



Special colloquium for PhD students with Prof. Dr. Wendy Hui Kyong Chun on June 17, 2015: “Programmed Visions, Imagined Networks”

Coordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam


Persons

Prof. Dr. Wendy Hui Kyong Chun is Professor and Chair of Modern Culture and Media at Brown University, Providence (USA). She has studied both Systems Design Engineering and English Literature, which she combines and mutates in her current work on digital media. She has been a Visiting Professor at Leuphana University (Germany), a Member of the Institute for Advanced Study (Princeton), a fellow at the Radcliffe Institute for Advanced Study at Harvard and a Wriston Fellow at Brown, as well as a Visiting Associate Professor at the History of Science Department at Harvard, of which she is currently an associate. She is completing a monograph entitled Habitual New Media (forthcoming MIT 2016). Recent publication: Programmed Visions: Software and Memory (Massachusetts: MIT 2011).


KOLLOQUIUM »DISTELMEYER/WEDEL«

Programmed Visions, Imagined Networks

Mi, 17.6. 10.00 – 13.00 Uhr

Prof. Dr. Jan Distelmeyer / Prof. Dr. Michael Wedel, FH Potsdam, EMW / Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Thematisch an das Kolloquium „Interfaces“ aus dem Wintersemester 2014/15 anknüpfend, setzt sich das Kolloquium „Programmed Visions, Imagined Networks“ mit dem Verhältnis von kulturellen Formationen und technischen Artefakten, geistes- und technikwissenschaftlicher Theoriebildung sowie der populären Wahrnehmung und den konkreten Nutzungsprotokollen digitaler Medien auseinander. Im Anschluss an die auf den genannten Feldern zentralen interdisziplinären Arbeiten von Wendy Chun könnten folgende Fragestellungen im Mittelpunkt der Diskussion stehen: Welchen Einfluss haben Kontrolltechnologien auf die Medienentwicklung? In welcher Hinsicht lässt sich „Memory“ als ein Konzept auffassen, das quer zu den Bereichen des Digitalen, Biologischen und der Humanwissenschaften steht?
Im Rahmen des Kolloquiums werden Auszüge aus Wendy Chuns Publikationen gelesen, darunter Control and Freedom: Power and Paranoia in the Age of Fiber Optics (MIT 2006), Programmed Visions: Software and Memory (MIT 2011) sowie Texte aus ihrer laufenden Arbeit.

Gast

  • Prof. Dr. Wendy Chun (Brown University, Providence, USA)



Koordination
Prof. Dr. Jan Distelmeyer, FH Potsdam
Prof. Dr. Michael Wedel, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


WORKSHOP

Images in the Making

Do, 25.6. 10.00 – 17.30 Uhr

Elke Bippus / Erin Manning / Kai van Eikels, ZHdK / Concordia University / FU Berlin

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG
[mail]jdobler@uni-potsdam.de


In Bildwissenschaft und -theorie wird überwiegend das spezifisch Visuelle von Bildern fokussiert. Der Bildtheorie von Jean-Luc Nancy folgend kann ein Bild jedoch „ebenso musikalisch, poetisch oder haptisch sein, es kann gerochen oder geschmeckt, kinästhetisch wahrgenommen werden“. Davon ausgehend untersucht der Workshop „Images in the Making“ Prozesse des Bildermachens und Bildwerdens in unterschiedlichen Kontexten: in der Alltagskultur, im Design, in der Literatur, im Tanz. Aus theoretischer und praktischer Perspektive sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Prozesse aufgedeckt werden. Der Vergleich zielt darauf ab, aus den verschiedenen Formen der Realisierung von Bildlichkeit das eigentlich Bildliche herauszuarbeiten.
Im 2-tägigen Workshop soll ein ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis erreicht werden: Die theoretische Reflexion der Themenstellung auf der Grundlage einer Lektüre ausgewählter Reader-Texte, von Inputvorträgen der Veranstalterinnen sowie eingeladenen ExpertInnen und die praktische (körperlichsinnliche) Selbsterfahrung der TeilnehmerInnen beim „Bildermachen“ werden miteinander verknüpft.

Gäste:

  • Elke Bippus (ZHdK, Zürich, Schweiz)
  • Erin Manning (Concordia University, Montreal, Kanada)
  • Kai van Eikels (FU Berlin)



Moderation und Kommentar
Fabian Goppelsröder, FU Berlin


Konzept und Organisation: Der Workshop wird organisiert von Doktorandinnen des DFG-Graduiertenkollegs „Sichtbarkeit und Sichtbarmachung. Hybride Formen des Bildwissens“ der Universität Postdam: Judith Dobler, Anne Kern, Saskia Oidtmann und Maria Weilandt.

Personen

Elke Bippus ist Kunstwissenschaftlerin. Sie ist Professorin für Kunsttheorie an der Zürcher Hochschule der Künste im Departement Kunst und Medien, Vertiefung Bildende Kunst. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Kunst der Moderne und Gegenwart. Jüngste Publikationen (Hrsg.): Kunst des Forschens. Praxis eines ästhetischen Denkens (Zürich/Berlin: diaphanes, 2. Auflage 2012).


Erin Manning hat einen Forschungslehrstuhl an der Concordia Universität in Montreal (Kanada) inne. Zudem ist sie Direktorin des Sense Lab, einem Labor, das den Bereich zwischen Kunstpraxis und Philosophie anhand des empfindenden Körpers in Bewegung untersucht. In ihrer Kunstpraxis arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Malerei, Tanz, Textil und Bildhauerei. Jüngste Publikationen (mit Brian Massumi): Thought in the Act: Passages in the Ecology of Experience (Minnesota: University of Minnesota Press 2014).


Kai van Eickels ist Philosoph, Literatur- und Theaterwissenschaftler. Er ist Privatdozent am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin und Teil des DFG Schwerpunktprogramms „Ästhetische Eigenzeiten“. Seine Forschungsschwerpunkte sind dynamische Kollektivformen wie „Schwärme“ oder „Smart Mobs“, Virtuosität und postfordistische Arbeitskulturen sowie Politiken der Partizipation. Aktuelle Publikation: Die Kunst des Kollektiven. Performance zwischen Theater, Politik und Sozio-ökonomie (München: Fink 2013).


Fabian Goppelsröder ist Philosoph. Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der FU Berlin und ehemals Postdoktorand am DFG-Graduiertenkolleg „Sichtbarkeit und Sichtbarmachung. Hybride Formen des Bildwissens“. Er ist Mitherausgeber der Reihe „Sichtbarkeiten“ (Zürich/Berlin: diaphanes) des Graduiertenkollegs. Aktuelle Publikation (Hrsg. mit Ulrich Richtmeyer u. Toni Hildebrandt): Bild und Geste. Figurationen des Denkens in Kunst und Philosophie (Bielefeld: transcript 2014).


Judith Dobler:Promotionsprojekt: „Bilder zusammen denken. Epistemische Potentiale kollaborativer Praktiken des Zeichnens“ (Medien- und Designwissenschaft)
Anne Kern: Promotionsprojekt: „Todo o nada – Alles oder nichts. Choreografien der kubanischen Künstlerin Juana Borrero“ (Spanische Philologie und Medienwissenschaft)
Saskia Oidtmann: Promotionsprojekt: „Die Choreografie des Ereignisses“ (Choreografie, Philosophie und Medienwissenschaft) Maria Weilandt: Promotionsprojekt: „Stereotype im Kontext visueller Kulturen: Die Parisienne“ (Kulturwissenschaft).


WORKSHOP

Images in the Making

Fr, 26.6. 10.00 – 17.30 Uhr

Elke Bippus / Erin Manning / Kai van Eikels, ZHdK / Concordia University / FU Berlin

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG
[mail]jdobler@uni-potsdam.de


In Bildwissenschaft und -theorie wird überwiegend das spezifisch Visuelle von Bildern fokussiert. Der Bildtheorie von Jean-Luc Nancy folgend kann ein Bild jedoch „ebenso musikalisch, poetisch oder haptisch sein, es kann gerochen oder geschmeckt, kinästhetisch wahrgenommen werden“. Davon ausgehend untersucht der Workshop „Images in the Making“ Prozesse des Bildermachens und Bildwerdens in unterschiedlichen Kontexten: in der Alltagskultur, im Design, in der Literatur, im Tanz. Aus theoretischer und praktischer Perspektive sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Prozesse aufgedeckt werden. Der Vergleich zielt darauf ab, aus den verschiedenen Formen der Realisierung von Bildlichkeit das eigentlich Bildliche herauszuarbeiten.
Im 2-tägigen Workshop soll ein ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis erreicht werden: Die theoretische Reflexion der Themenstellung auf der Grundlage einer Lektüre ausgewählter Reader-Texte, von Inputvorträgen der Veranstalterinnen sowie eingeladenen ExpertInnen und die praktische (körperlichsinnliche) Selbsterfahrung der TeilnehmerInnen beim „Bildermachen“ werden miteinander verknüpft.

Gäste:

  • Elke Bippus (ZHdK, Zürich, Schweiz)
  • Erin Manning (Concordia University, Montreal, Kanada)
  • Kai van Eikels (FU Berlin)



Moderation und Kommentar
Fabian Goppelsröder, FU Berlin


Konzept und Organisation: Der Workshop wird organisiert von Doktorandinnen des DFG-Graduiertenkollegs „Sichtbarkeit und Sichtbarmachung. Hybride Formen des Bildwissens“ der Universität Postdam: Judith Dobler, Anne Kern, Saskia Oidtmann und Maria Weilandt.

Personen

Elke Bippus ist Kunstwissenschaftlerin. Sie ist Professorin für Kunsttheorie an der Zürcher Hochschule der Künste im Departement Kunst und Medien, Vertiefung Bildende Kunst. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Kunst der Moderne und Gegenwart. Jüngste Publikationen (Hrsg.): Kunst des Forschens. Praxis eines ästhetischen Denkens (Zürich/Berlin: diaphanes, 2. Auflage 2012).


Erin Manning hat einen Forschungslehrstuhl an der Concordia Universität in Montreal (Kanada) inne. Zudem ist sie Direktorin des Sense Lab, einem Labor, das den Bereich zwischen Kunstpraxis und Philosophie anhand des empfindenden Körpers in Bewegung untersucht. In ihrer Kunstpraxis arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Malerei, Tanz, Textil und Bildhauerei. Jüngste Publikationen (mit Brian Massumi): Thought in the Act: Passages in the Ecology of Experience (Minnesota: University of Minnesota Press 2014).


Kai van Eickels ist Philosoph, Literatur- und Theaterwissenschaftler. Er ist Privatdozent am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin und Teil des DFG Schwerpunktprogramms „Ästhetische Eigenzeiten“. Seine Forschungsschwerpunkte sind dynamische Kollektivformen wie „Schwärme“ oder „Smart Mobs“, Virtuosität und postfordistische Arbeitskulturen sowie Politiken der Partizipation. Aktuelle Publikation: Die Kunst des Kollektiven. Performance zwischen Theater, Politik und Sozio-ökonomie (München: Fink 2013).


Fabian Goppelsröder ist Philosoph. Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der FU Berlin und ehemals Postdoktorand am DFG-Graduiertenkolleg „Sichtbarkeit und Sichtbarmachung. Hybride Formen des Bildwissens“. Er ist Mitherausgeber der Reihe „Sichtbarkeiten“ (Zürich/Berlin: diaphanes) des Graduiertenkollegs. Aktuelle Publikation (Hrsg. mit Ulrich Richtmeyer u. Toni Hildebrandt): Bild und Geste. Figurationen des Denkens in Kunst und Philosophie (Bielefeld: transcript 2014).


Judith Dobler:Promotionsprojekt: „Bilder zusammen denken. Epistemische Potentiale kollaborativer Praktiken des Zeichnens“ (Medien- und Designwissenschaft)
Anne Kern: Promotionsprojekt: „Todo o nada – Alles oder nichts. Choreografien der kubanischen Künstlerin Juana Borrero“ (Spanische Philologie und Medienwissenschaft)
Saskia Oidtmann: Promotionsprojekt: „Die Choreografie des Ereignisses“ (Choreografie, Philosophie und Medienwissenschaft) Maria Weilandt: Promotionsprojekt: „Stereotype im Kontext visueller Kulturen: Die Parisienne“ (Kulturwissenschaft).


KOLLOQUIUM »LIGENSA«

Narratologie

Do, 2.7. 10.00 – 13.00 Uhr

Dr. Annemone Ligensa, ZeM

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Wir werden uns anhand von theoretischen Texten und Beispielen aus verschiedenen Medien mit den klassischen Problemen und aktuellen Desideraten der Erzähltheorie beschäftigen. Lehrziel ist, vorliegende Theorien auf ihre Anwendbarkeit auf verschiedene Medien hin zu prüfen und ggf. weiterzuentwickeln. Als Einzelaspekte werden u.a. Spannung und unzuverlässiges Erzählen behandelt. Diskutiert werden auch ästhetische und ideologische Normen, d.h. es soll untersucht werden, in wieweit es verallgemeinerbare Kriterien für „gute Storys“ gibt. Die Veranstaltung ist eine Fortsetzung des Kolloquiums vom letzten Semester, kann aber auch unabhängig davon besucht werden.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


KOLLOQUIUM »WAHL«

Medienwissenschaften

Devianzästhetik. Abweichung als Paradigma der Avantgarde/film/theorie/geschichte

Do, 9.7. 16.30 – 18.30 Uhr

Martin Stefanov

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam



ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Das medienwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet DoktorandInnen und Post-Docs die Möglichkeit, ihre aktuellen Promotions- und Forschungsprojekte zu präsentieren und im kollegialen Rahmen zu diskutieren.

Im ersten Teil des Vortrags soll eine Einführung in das Dissertationsthema gegeben und dabei erläutert werden, welches Ziel damit verbunden ist, die Geschichte der Theoriebildung um den Avantgardefilm zu rekonstruieren entlang unterschiedlicher Negativitätsfiguren, die sich unter dem Leitbegriff „Devianz“ vereinen lassen. In einem zweiten Teil sollen diese allgemeinen Erwägungen anschaulich gemacht werden durch den Blick auf einen Abschnitt der Dissertation: „Adornos Skizze einer Filmphilosophie“, in der ebenjene Devianz als ästhetisch gewendete Nicht-Identität entwickelt wird.

Koordination
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


Personen

Zu Martin Stefanov: Studium der Philosophie, Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Musikwissenschaft, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien und Studium der Philosophie, Filmwissenschaft und Musikwissenschaft in Berlin. Diplomarbeit über den Klischeebegriff in der Filmphilosophie von Gilles Deleuze bei Ludwig Nagl, Wien. Seit 2011 Mitglied des DFG-Graduiertenkollegs „Sichtbarkeit und Sichtbarmachung. Hybride Formen des Bildwissens“. Dissertation mit dem Titel „Devianzästhetik. Abweichung als Paradigma der Avantgarde/film/theorie/geschichte“ bei Michael Mayer und Dieter Mersch.


RINGVORLESUNG

Zur Zukunft der Medienwissenschaften. Positionen, Projekte, Perspektiven

Am Rande der Aufmerksamkeit – Digitales Knipsen als Problem für die Medienwissenschaft

Do, 9.7. 18.30 – 20.30 Uhr

Prof. Winfried Gerling, FH Potsdam, EMW

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Das neu gegründete Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) wird gemeinsam getragen von den Hochschulen des Landes Brandenburg und hat zum Ziel, die verschiedenen hochschulspezifischen Fachkompetenzen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Bereichen zu bündeln, zur Sichtbarkeit der vielfältigen Forschungsschwerpunkte beizutragen, Nachwuchsförderung zu intensivieren und die Entwicklung neuer Forschungsfragen zu unterstützen. In diesem Sinne ist diese Ringvorlesung auf die Zukunft der Medienwissenschaften gerichtet, um Positionen zu beziehen, Projekte vorzustellen, Fragen aufzuwerfen und Perspektiven zu entwickeln. Die Ringvorlesung hat bereits im Wintersemester 2014/2015 begonnen. Im Sommersemester 2015 werden die Vorträge fortgesetzt und schließen jeweils mit einer ausführlichen Diskussion ab.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


KOLLOQUIUM »WAHL«

Medienwissenschaften

Rechte Gewalt im deutschen Kino

Do, 16.7. 16.30 – 18.30 Uhr

Julia Stegmann

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG ZU KOLLOQUIUM
a.ligensa@zem-brandenburg.de


Das medienwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet DoktorandInnen und Post-Docs die Möglichkeit, ihre aktuellen Promotions- und Forschungsprojekte zu präsentieren und im kollegialen Rahmen zu diskutieren.

Nach der deutschen Vereinigung stieg die Zahl rechts-motivierter Gewalttaten massiv an. Mindestens 180 Menschen wurden seitdem aus rassistischer oder antisemitischer Motivation getötet, weil sie den Tätern als homosexuell, links, behindert oder obdachlos galten oder aus anderen Gründen deren Feindbildern entsprachen (dabei ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen). Über die meisten dieser Gewalttaten war in der überregionalen deutschen Presse nur wenig zu erfahren. Lediglich die Eskalation der Gewalt, welche in den Pogromen von Hoyerswerda (1991) und Rostock-Lichtenhagen (1992) sowie den rassistischen Brandanschlägen von Mölln (1992) und Solingen (1993) gipfelten, sorgte in den deutschen wie in den internationalen Medien für Schlagzeilen. In dieser Zeit setzte auch die filmische Auseinandersetzung mit diesem Thema ein. Es entstand eine Reihe von Spiel- und Dokumentarfilmen, die sich in erster Linie mit den Täter/-innen befasste. An Hand von Filmen, die seit den 1990er Jahren entstanden, untersuche ich, wie rechte Gewalt im deutschen Kino verhandelt wird. Welche Diskurse lassen sich in den untersuchten Filmen aufzeigen? Aus wessen Perspektive wird erzählt? Wo ergeben sich Leerstellen?

Koordination
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF


Personen

Julia Stegmann studierte deutsche Sprach- und Literaturwissenschaften in Zürich, promoviert z.Zt. bei Prof. Dr. Sven Kramer (Lüneburg) und Ursula v. Keitz (Potsdam) zum oben genannten Thema und arbeitet als Bildungsreferentin zu den Themenbereichen rechte Gewalt und Rassismus, kritisches Weißsein und Film u.a. für die Opferperspektive e.V.


RINGVORLESUNG

Zur Zukunft der Medienwissenschaften.

Medienphilosophie – Konturen eines Begriffs

Do, 16.7. 18.30 – 20.30 Uhr

PD Dr. Michael Mayer, Universität Potsdam

+++ Vortrag fällt aus +++

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


Das neu gegründete Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) wird gemeinsam getragen von den Hochschulen des Landes Brandenburg und hat zum Ziel, die verschiedenen hochschulspezifischen Fachkompetenzen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Bereichen zu bündeln, zur Sichtbarkeit der vielfältigen Forschungsschwerpunkte beizutragen, Nachwuchsförderung zu intensivieren und die Entwicklung neuer Forschungsfragen zu unterstützen. In diesem Sinne ist diese Ringvorlesung auf die Zukunft der Medienwissenschaften gerichtet, um Positionen zu beziehen, Projekte vorzustellen, Fragen aufzuwerfen und Perspektiven zu entwickeln. Die Ringvorlesung hat bereits im Wintersemester 2014/2015 begonnen. Im Sommersemester 2015 werden die Vorträge fortgesetzt und schließen jeweils mit einer ausführlichen Diskussion ab.

Koordination
Dr. Annemone Ligensa, ZeM


Personen

PD Dr. Michael Mayer hat seit Herbst 2013 die Lehrstuhlvertretung der Professur „Medienwissenschaft“ an der Universität Potsdam inne. Er lehrt im Kooperationsstudiengang mit der FH Potsdam Europäische Medienwissenschaft. Forschungsschwerpunkte beziehen sich auf Stellung und Status des Subjekts im Feld seiner medialen Dispositive, auf den medialen Ort der Toten nach dem Ereignis der Shoah und auf die medienepistemologische Frage nach den Effekten figurativen Ausdrucks für die Darstellung propositionalen Wissens. Jüngste Publikation: Zone. Medienphilosophische Erkundungen [im Erscheinen].