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Wintersemester 2019/20


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FILMVORFÜHRUNG / FILMDISKUSSION

Home Movie Day Brandenburg 2019

Jeder Mensch ist ein Künstler!

Sa, 19.10.

Niki Argiropoulou, Dennis Oestreich, Tom Rosenkranz, Ralf Forster, Oliver Hanley, Sachiko Schmidt

Ort
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1a
Marstall
14467 Potsdam


»Jeder Mensch ist ein Künstler!« HOME MOVIE DAY Brandenburg 2019

Interaktive Publikumsveranstaltung mit ganztägigem Begleitprogramm

Unter dem Motto »Jeder Mensch ist ein Künstler!« veranstaltet der Masterstudiengang Filmkulturerbe der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und das Filmmuseum Potsdam in Kooperation mit dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften – ZeM am Samstag 19. Oktober den zweiten HOME MOVIE DAY für das Land Brandenburg. Wieder sind Sie dazu herzlich eingeladen, Ihre eigene, gefundene oder geerbte Amateur- und Privatfilme im 8mm-, Super-8-, 9,5mm- oder 16mm-Format ins Filmmuseum zu bringen, sie mit Fachpersonal gemeinsam zu sichten und, wenn gestattet, am Schluss des Tages im Kino öffentlich zu präsentieren. Zusammen mit den Expert*innen der Firma Screenshot, einem auf die Digitalisierung von Schmalfilmformaten spezialisierten technischen Dienstleister, bieten Archivar*innen und Restaurator*innen kostenlose Beratungen im Museumsfoyer an und erklären Ihnen, wie Sie Ihre persönlichen Erinnerungen am besten bewahren und digitalisieren können. Wie beim ersten HOME MOVIE DAY Brandenburg gibt es wieder ein spannendes vielseitiges Begleitprogramm im Kinosaal: Erstmals zeigt das Filmmuseum die kürzlich in den Sammlungsbestand übernommene Home Movies von Ulrich Illing, dem 2018 verstorbenen »Tonmeister von Babelsberg«. Das Filmkunstkollektiv LaborBerlin e.V. bietet einen Workshop in die künstlerische Praxis der Bild­-Ton­-Montage und des Found-­Footage­-Films an, dessen Ergebnisse am Nachmittag präsentiert werden. Das Kleine Filmbüro Gießen stellt ein Museumsprojekt mit ausgewählten Amateurfilmen aus 100 Jahren Stadtgeschichte vor. Einen weiteren Programmpunkt bilden rare Privatfilmaufnahmen des Künstlers Max Beckmann (1884–1950) aus dem Filmarchiv der Deutschen Kinemathek.

Das Begleitprogramm finden Sie hier


WORKSHOP

Leseszenen – digital/analog

Fr, 8.11. 9.00 – 18.00 Uhr

Prof. Dr. Heiko Christians/ZeM

Ort
Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften - ZeM
Hermann-Elflein-Straße 18
14467 Potsdam


Der Workshop richtet sich an eingeladene Gäste.

VORTRAG

Scientific Revolutions of Computer Programming

Mi, 13.11. 18.00 – 20.00 Uhr

Prof. Alan N. Shapiro

Ort
Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften - ZeM
Hermann-Elflein-Straße 18
14467 Potsdam



Does the Creative Coding movement separate means and ends? As more artists, designers and creatives learn to write software code to realize projects and art installations which use digital technology, is Creative Coding merely an expansion of the number of programmers, or is it the beginning of a “philosophical” investigation and transformation of the nature of what programming is? Why is this an important question? Might the Creative Coding movement be the beginning of a scientific revolution?

To pursue these interrogations, I go back to the beginnings of computer science, to its initial formulation by figures like Alan Turing, Emil Post and Claude Shannon. I elaborate a position with respect to debates in the philosophy of science around scientific revolutions, “normal science,” and paradigm shifts. Was Berlin media theorist Friedrich Kittler right when he wrote that “there is no software”? – meaning that the essence of computing is shaped at the hardware level and its “scientific” principles? Or is informatics purely culturally determined, as “software studies” tends to suggest?

My methodology identifies two levels of computer science knowledge: a “scientific” portion and a “cultural” portion. This “double epistemology” then provides a lens to observe the scene of Creative Coding today and to assess its historical significance in relation to what is unvarying and what is changing in informatics.

Öffentlicher Vortrag in englischer Sprache - es ist keine Voranmeldung nötig. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


VORTRAG

#reclaimthetruth

#1 "Die Welt durch rechte Augen sehen." ​​​​​​​Visuelle Manipulationspraktiken der extremen Rechten

Do, 21.11. 17.30 – 19.30 Uhr

Maik Fielitz

Ort
Universität Potsdam
Am Neuen Palais 10
Haus 9, 1. OG, Raum 114
14469 Potsdam


1. Lecture aus der Vortragsreihe #reclaimthetruth

Mit der zunehmenden Verlagerung politischer Konflikte in digitale Sphären ändern sich auch die Ausdrucksweise, Kommunikationsform und Bildsprache politischer Akteure. Besonders deutlich wird das bei rechtsextremen Gruppierungen, die sowohl zur Rekrutierung und Mobilisierung als auch der Manipulierung der Öffentlichkeit auf visuelle Mittel zurückgreifen. Besonders auffällig: Die Ironie und Zweideutigkeiten digitaler Kulturen wird sich angeeignet und verleiht dem Rechtsextremismus ein modernes Gewand. Memes, Videoclips und Insta-Stories gehören zum festen Repertoire, rechtsextreme Weltbilder zu kommunizieren und zu kultivieren. Durch ihre virale Verbreitung werden Meinungen manipuliert und Bedrohungsszenarien geschaffen. Wie gehen rechtsextreme Akteure dabei strategisch vor? Dieser Vortrag wirft einen Blick auf ihre (post)digitalen Praktiken - von den spielerischen Formaten der Alt-Right bis hin zu regionalen Kampagnen der Identitären. Er diskutiert digitale Inszenierungsformate, die durch eine gewollte Zuspitzung fatale Folgen haben.

Kostenlose Anmeldung unter:

#1 "Die Welt durch rechte Augen sehen."

Organisator_innen der Filmuni Babelsberg:
Prof. Dr. Jens Eder
Maike Sarah Reinerth
Timo Gößler



VORTRAG + FILM

The Alphabet of Feeling Bad

Mo, 9.12. 18.00 – 20.00 Uhr

Karin Michalski

Ort
Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften - ZeM
Hermann-Elflein-Straße 18
14467 Potsdam



The Alphabet of Feeling Bad, D 2012, HD, 13' von/dir. Karin Michalski

Der Film bezieht sich auf theoretische Arbeiten u.a. von Lauren Berlant, Heather Love, Sara Ahmed und Ann Cvetkovich.

The Alphabet of Feeling Bad zeigt ein experimentelles Interview mit der Theoretikerin und Aktivistin Ann Cvetkovich. Die auf Gesprächen mit der Filmemacherin beruhende Performance von Cvetkovich erläutert von A bis Z Begriffe wie Depression, aber auch alltägliche negative Gefühle wie die Vorstellung, in einer Sackgasse zu stecken, sich gelähmt zu fühlen, nicht arbeiten zu können, von Anforderungen überwältigt zu sein, nicht zu genügen und nicht weiter zu kommen, und versieht sie mit neuen Bedeutungen.

In der Tradition von Initiativen wie dem SPK (Sozialistisches Patienten-Kollektiv) der 1970er-Jahre werden negative Gefühle nicht als individuelles Versagen, als Fehler oder Krankheit verstanden. Es wird vielmehr die Frage aufgeworfen, wie diese als „public feelings“ kollektiv gefühlt und im Kontext neoliberaler Arbeitsverhältnisse, aber auch von Homophobie und Rassismus politisiert werden können.

Ann Cvetkovich arbeitet nicht nur theoretisch, aus queer-feministischer Perspektive zu Themen wie Trauma und Depression, sondern ist auch Mitbegründerin des „Feel Tank Austin“, eine von mehreren aktivistischen Gruppen in den USA, die neben Treffen und Austausch auch Demos und öffentliche Kundgebungen organisierten. Beteiligte des „Feel Tanks Chicago“ führten die „International Parades of the Politically Depressed“ durch (2003, 2004 und 2007) und demonstrierten in Pyjamas und Bademänteln mit dem Slogan: „Depressed? It might be political!“. Gemeinsam mit Public Feelings-Gruppen aus New York und Austin, Texas organisierten sie 2007 eine Konferenz mit dem Titel „Anxiety, Urgency, Outrage, Hope... A Conference on Political Feeling“ an der University of Chicago.

Das Setting des Films referiert auf Tracey Emins bekannte Arbeit „My Bed“, ein ungemachtes Bett als Skulptur, das symbolisch auf krisenhafte individuell erlebte Zustände verweisen soll. Während diese ihre Melancholie aber auch ihren Humor aus der Anspielung auf eine Künstlerinnenbiografie jenseits „normaler“ weiblicher Lebensläufe zieht, wird in The Alphabet of Feeling Bad das Leben in einem Bett zum Ausgangspunkt einer Fantasie über mögliche neue Politikformen, für die queere Passivität nicht Hindernis, sondern Voraussetzung ist.


Karin Michalski arbeitet als Künstlerin, Film- und Videokunstkuratorin und Dozentin in Berlin. Sie studierte Filmregie und -produktion (creative producing) an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) sowie Publizistik, Politik- und Erziehungswissenschaft an den Universitäten in Mainz und Berlin.

Sie war mit ihren Film- und Videoarbeiten an zahlreichen Festivals und Ausstellungen beteiligt u.a. mit The Alphabet of Feeling Bad (14 min., 2014, Video-Text-Projektion), The Alphabet of Feeling Bad (12 min., 2012), working on it (50 min., 2008, CH/D, Co-Regie: Sabian Baumann), Monika M. (20 min., 2004, 3sat/dffb), Pashke und Sofia (30 min., 2003) und women videoletters – a second text on war and globalization (80 min., 2004, internationale Gruppenvideoarbeit). Seit 2001 organisiert sie die queer-feministische Film- und Video-Kunst Programm-Reihe clipclub (u.a. in Zusammenarbeit mit Renate Lorenz und Brigitta Kuster) und arbeitet als Film- und Videokunstkuratorin für Kunstinstitutionen, Festivals und Konferenzen.

2016 gab sie die Künstler-Edition An Unhappy Archive bei Edition Fink, Zürich heraus (in Kollaboration mit Sabian Baumann), 2015 das Buch I is for Impasse. Affektive Queerverbindungen in Theorie_Aktivismus_Kunst bei bbooks, Berlin (eine Kollaboration mit Ulrike Klöppel, Katrin Köppert, Käthe von Bose, Pat Treusch) sowie 2011 das Fanzine FEELING BAD – queer pleasures, art & politics mit Beiträgen von Ann Cvetkovich, Renate Lorenz, K8 Hardy, Sabian Baumann und Dafne Boggeri (der Titel bezieht sich auf den Begriff ‚feeling bad’ von Ann Cvetkovich in: An Archive of Feelings, Trauma, Sexuality, and Lesbian Public Cultures, Duke University Press, 2003). Sie arbeitet als Dozentin an Kunsthochschulen und Universitäten. 2015-18 war sie Vertretungsprofessorin für Kunst- und Medienwissenschaften an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM).


SENSING

Artist Talks

Material-aesthetics to ethics: Critical Practice for Sensing Wearables/ Listening Back - Sonification and Surveillance

Mi, 11.12. 10.00 – 12.00 Uhr

Caroline McMillan/ Jasmine Guffond

Ort
Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften - ZeM
Hermann-Elflein-Straße 18
14467 Potsdam


Interessierte Zuhörer*innen sind herzlich willkommen! Es wird um vorherige Anmeldung unter registration@sensing-media.de gebeten.

CAROLINE MCMILLAN: Material-aesthetics to ethics: Critical Practice for Sensing Wearables

In recent times, the mobilisation of networked technologies and practices has transformed fashion practice, providing sites to pushback against concerns of facial recognition, wearable sensing and data-connected machine learning. However, the central question of how the social body responds to an always-connected IoT ecosystem unveil more profound challenges in the unfolding of sensing wearables design. In this talk, I present wearable olfactory displays triggered by wirelessly-controlled sensing systems. This series of IoT-connected probes track the progression of electronic wearable models of scent. Under speculative design inquiry, functionality-based and technologically possible objectives shift towards values-explicit design provocation in early-stage technical design development. An analysis of material and ethical encounters in-the-making-of olfactory perception and experiences consider a fundamental impact on fashion style and adornment practices for sensing wearables.

BIO
Caroline McMillan is a research-practitioner currently undertaking a PhD at RMIT University’s School of Fashion and Textiles in Melbourne, where she graduated with a BA honours degree in Fashion Design in 2000. McMillan’s research-practice is an inquiry into multi-sensory input/output for textile interfaces, with an emphasis on textile-based patterns that change according to live data, and materials and design processes not traditionally associated with wearable technology. Employing a speculative design approach to critique and respond to contemporary, contextual issues of the IoT (Internet of Things) ecosystem research interests include; fashion haute couture techniques, experimental perfumery, sensing, neuroscience, artificial intelligence, soft robotics for textiles, values-explicit design. Grounded in close to two decades of professional fashion industry experience, McMillan has developed a deep and thorough working knowledge of fashion and textile design techniques, practices and manufacturing cycles for the industry. This creative, artistic and operational expertise motivates and supports her research. Based in Berlin, McMillan’s artistic work has been exhibited in Germany, the USA and Australia.

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JASMINE GUFFOND: Listening Back - Sonification and Surveillance

Jasmine Guffond will present her research into sound as a means of inquiry into contemporary digital surveillance. The talk will cover research based creative projects that employ digital technologies, sonification and the aesthetisation of data as a means of fostering discussion around contemporary surveillance technologies as well as producing experimental audio works.

BIO
Jasmine Guffond is an artist and composer working at the interface of social, political and technical infrastructures. Her practice spans live performance, recording, sound installation and custom made browser plug-in. Through the sonification of data she addresses the potential of sound to engage with contemporary political questions. Interested in providing an audible presence for phenomena that lies beyond human perception, via the sonification of facial recognition algorithms, global networks, or internet tracking cookies she she questions what it means for our personal habits to be traceable, and for our identities, choices and personalities to be reduced to streams of data.

Jasmine has exhibited internationally, released records with the Sonic Pieces (2015, 2017) and Karlrecords (2018) labels, received the ‘Working Grant for New Music and Sound Art’ from the Berlin Senate (2016) and is a current PhD candidate at the University of New South Wales Art and Design conducting research into sound as a method of investigation into online surveillance cultures.


VORTRAG

#reclaimthetruth

#2 ​​​​​​​Alles Fake News?

Mi, 11.12. 17.30 – 19.30 Uhr

Romy Jaster, Karolin Schwarz

Ort
Einstein Forum Potsdam
Am Neuen Markt 7
14467 Potsdam


2. Lecture aus der Vortragsreihe #reclaimthetruth

Spätestens seit dem Brexit und Donald Trumps Wahl zum 45. US-Präsidenten sind Fake News nicht nur allgegenwärtig, sondern auch in aller Munde. Aber was sind Fake News überhaupt? Wie unterscheiden sich Fake News von anderen Arten problematischer Berichterstattung? Und was hat es mit Trumps Schlachtruf „You are Fake News!“ auf sich? Im Vortrag werden wir diesen Fragen auf den Grund gehen. Ziel ist es, ein Verständnis von Fake News zu entwickeln, das (1) die Rede von Fake News verständlich macht, (2) uns ermöglicht, Fake News von Phänomenen wie Propaganda, Verschwörungstheorien und Satire abzugrenzen, und (3) zu begreifen, was Trump den Medien, die er als „Fake News“ bezeichnet, eigentlich genau vorwirft.

Kostenlose Anmeldung unter:

#2 Alles Fake News?

Organisator_innen der Filmuni Babelsberg:
Prof. Dr. Jens Eder
Maike Sarah Reinerth
Timo Gößler


FILMVORFÜHRUNG / FILMDISKUSSION

Filmreihe

Fassungslos! Ein anderer Blick auf bekannte Filmklassiker

9. – 23.1.

Oliver Hanley, Sachiko Schmidt

Ort
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1a
Marstall
14467 Potsdam

Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften – ZeM
Hermann-Elflein-Straße 18
14467 Potsdam


Vom 9. bis 24. Januar 2020 bringt der Masterstudiengang Filmkulturerbe und das Filmmuseum Potsdam sechs deutsche Stummfilmklassiker in ungewöhnlichen, selten gezeigten Fassungen zurück auf die große Leinwand. Die nachträglichen Vertonungen und Bearbeitungen von kanonischen Stummfilmen wie das expressionistische Meisterwerk DAS CABINET DES DR. CALIGARI (D, 1920; Bearbeitung: DDR, 1978), das bahnbrechende Sci-Fi-Filmepos METROPOLIS (D, 1927; Bearbeitung: BRD/USA, 1984) oder der Meilenstein des Bergfilmgenres DIE WEISSE HÖLLE VOM PIZ PALÜ (D, 1929; Bearbeitung: D, 1935) mögen weit von der ursprünglichen (audio)visuellen Gestalt der Originalfassungen entfernt sein, sie belegen aber, wie in wechselnden kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen mit »alten« Filmen umgegangen wurde und wie sich ihre Rezeption von der Weimarer Republik, über die NS-Zeit und das geteilte Deutschland bis heute verändert hat. Alle Vorführungen werden von renommierten Filmhistoriker*innen und -wissenschaftler*innen eingeführt, darunter die Filmphilologin Dr. Anna Bohn, Autorin des deutschsprachigen Standardwerks zum Thema Filmerbe Denkmal Film (2013), Filmkulturerbe-Professor*innen Dr. Chris Wahl und Dr. Ursula von Keitz, Filmmuseumskurator Guido Altendorf sowie Filmrestauratorin Anke Wilkening.

Das Programm wird ergänzt um drei Gastvorträge, die jeweils von 15 bis 17 Uhr im Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (am 9. und am 23. Januar) bzw. im Filmmuseum Potsdam (am 16. Januar) stattfinden: Am 9. Januar gibt der Komponist und Stummfilmpianist Richard Siedhoff, der zuletzt im Januar 2019 im Rahmen der mehrteiligen Veranstaltung zur Restaurierung von DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM (D, 1920) in Potsdam gastierte, Einblick in die Geschichte und Praxis der Stummfilmvertonung. Am 16. Januar ist erstmalig die Filmarchivarin und -restauratorin Céline Ruivo, die seit 2011 für die Filmsammlungen der Cinémathèque française verantwortlich ist und seit 2016 die Technical Commission der FIAF leitet, unser Gast. Im Filmmuseum wird sie – ausgehend von praktischen Beispielen aus ihrer eigenen Arbeit – über die Rolle von Filmarchiven und der filmarchivarischen Arbeit in der Filmgeschichtsschreibung reflektieren. Am 23. Januar begrüßen wir erneut Olaf Brill, Filmhistoriker und Autor des Buches Der CALIGARI-Komplex (2012). Anhand des Beispiels des Films DAS CABINET DES DR. CALIGARI, der in diesem Jahr sein hundertjähriges Jubiläum feiert, wird er erläutern, wie man Legenden erkennt und Fakten zur Stummfilmgeschichte recherchiert.

Für die Filmvorführungen gelten die regulären Eintrittspreise des Filmmuseums Potsdam. Der Eintritt zu den Vorträgen am 9., 16. und 23. Januar ist frei. Aus organisatorischen und Platzgründen wird eine Voranmeldung unter o.hanley(at)filmuniversitaet.de erbeten.


Alle Spieltermine auf einem Blick:


Do., 9.1., 19.30 Uhr
Die zwölfte Stunde (Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens)
D 1930 (1922), 68’
Regie: F.W. Murnau
Bearbeitung: Waldemar Ronger
Live-Musik: Richard Siedhoff
Einführung: Anna Bohn


Sa., 11.1.2020, 19.00 Uhr (Teil 1) & 21.30 Uhr (Teil 2)
Dr. Mabuse, der Spieler
BRD 1964 (D 1922), 102‘ & 93‘
Regie: Fritz Lang
Bearbeitung: Erwin Leiser
Musik: Konrad Elfers
Einführung: Chris Wahl


Fr., 17.1.2020, 19.30 Uhr
Die weiße Hölle vom Piz Palü
D 1935 (1929), 91’
Regie: Arnold Fanck, Georg Wilhelm Pabst
Musik: Giuseppe Becce
Einführung: Ursula von Keitz


Sa., 18.1.2020, 19.30 Uhr
Siegfrieds Tod (Die Nibelungen. 1. Teil: Siegfried)
D 1933 (1924), 82’
Regie: Fritz Lang
Bearbeitung: Franz B. Biermann
Musik: Gottfried Huppertz
Einführung: Guido Altendorf


Do., 23.1.2020, 19.30 Uhr
Das Cabinet des Dr. Caligari
DDR 1978 (D 1920), 58’
Regie: Robert Wiene
Musik: Karl-Ernst Sasse
Einführung: Olaf Brill


Fr., 24.1.2020, 19.30 Uhr
Giorgio Moroder presents Metropolis
BRD/USA 1984 (D 1927), 83‘
Regie: Fritz Lang
Bearbeitung und Musik: Giorgio Moroder
Einführung: Anke Wilkening
Im Anschluss: Empfang mit DJ


FILMVORFÜHRUNG / FILMDISKUSSION

Filmreihe - Fassungslos! Ein anderer Blick auf bekannte Filmklassiker (AT)

Die zwölfte Stunde (Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens)

Do, 9.1. 19.30 – 22.00 Uhr

Oliver Hanley, Sachiko Schmidt

Ort
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1a
Marstall
14467 Potsdam

FILMVORFÜHRUNG / FILMDISKUSSION

Filmreihe - Fassungslos! Ein anderer Blick auf bekannte Filmklassiker (AT)

Dr. Mabuse, der Spieler

Sa, 11.1. 19.00 – 23.00 Uhr

Oliver Hanley, Sachiko Schmidt

Ort
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1a
Marstall
14467 Potsdam

KOLLOQUIUM

Blankensee Colloquium

Jüdischer Film – ein neues Forschungsgebiet im deutschsprachigen Raum?

15. – 17.1.

Lea Wohl von Haselberg

Ort
Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften - ZeM
Hermann-Elflein-Straße 18
14467 Potsdam


Die durch das Wissenschaftskolleg zu Berlin geförderten Blankensee-Colloquien sind internationale Tagungen zu einer innovativen Fragestellung aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Unter dem thematischen Dach "Kultureller und Sozialer Wandel" geht es um die Erforschung gesellschaftlicher und kultureller Wandlungsprozesse unserer Zeit. Dabei sind die Verknüpfung unterschiedlicher disziplinärer und methodischer Zugänge sowie eine vergleichende Perspektive, aus der solche Wandlungsprozesse auch im Lichte historisch ferner und kulturell fremder Erfahrungen betrachtet werden, willkommen.
Bevorzugt werden Forschungen zu neuartigen Fragestellungen. Der thematische Rahmen des Programms "Kultureller und Sozialer Wandel" ist dementsprechend bewusst weit gesteckt. Er ist als eine Einladung zu verstehen, Fragestellungen in den Blick zu nehmen, die nicht im Zentrum der jeweiligen Disziplin oder der üblichen Arbeit stehen. Die Blankensee-Colloquien wollen einen Raum bieten, neuartige, experimentelle Forschungsinteressen zur Diskussion zu stellen und für ihre Akzeptanz zu werben.

Das Colloquium „Jüdischer Film? – Ein neues Forschungsfeld im deutschsprachigen Raum“ wird von Dr. Lea Wohl von Haselberg in Kooperation mit dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg am ZeM ausgerichtet.

Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung. Das Programm finden Sie hier.


VORTRAG

#reclaimthetruth

#3 Social Video: Plattformen und Strategien

Mi, 15.1. 17.30 – 19.30 Uhr

Moritz Hohenfeld

Ort
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam


3. Lecture aus der Vortragsreihe #reclaimthetruth

Die Vortragsreihe beschäftigt sich mit den Dynamiken der Desinformation in sozialen Medien und ihren Bildern. Wie können wir verhindern, dass Tatsachen im polarisierten Netz zerrieben werden, Wahrheit sich in gefühlten Wahrheiten auflöst und gesichertes Wissen im Strom von „Fake News“, „alternativen Fakten“ und manipulierten Videos untergeht? In Vorträgen und Gesprächen werden neue Formen der Täuschung analysiert und Gegenstrategien diskutiert.

Kostenlose Anmeldung unter:

#3 Social Video: Plattformen und Strategien


Organisator_innen der Filmuni Babelsberg:
Prof. Dr. Jens Eder
Maike Sarah Reinerth
Timo Gößler


FILMVORFÜHRUNG / FILMDISKUSSION

Filmreihe - Fassungslos! Ein anderer Blick auf bekannte Filmklassiker (AT)

Die weiße Hölle vom Piz Palü

Fr, 17.1. 19.30 – 22.00 Uhr

Oliver Hanley, Sachiko Schmidt

Ort
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1a
Marstall
14467 Potsdam

FILMVORFÜHRUNG / FILMDISKUSSION

Filmreihe - Fassungslos! Ein anderer Blick auf bekannte Filmklassiker (AT)

Siegfrieds Tod (Die Nibelungen. 1. Teil: Siegfried)

Sa, 18.1. 19.30 – 22.00 Uhr

Oliver Hanley, Sachiko Schmidt

Ort
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1a
Marstall
14467 Potsdam

FILMVORFÜHRUNG / FILMDISKUSSION

Filmreihe - Fassungslos! Ein anderer Blick auf bekannte Filmklassiker (AT)

Das Cabinet des Dr. Caligari

Do, 23.1. 19.30 – 22.00 Uhr

Oliver Hanley, Sachiko Schmidt

Ort
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1a
Marstall
14467 Potsdam

FILMVORFÜHRUNG / FILMDISKUSSION

Filmreihe - Fassungslos! Ein anderer Blick auf bekannte Filmklassiker (AT)

Giorgio Moroder presents Metropolis

Fr, 24.1. 19.30 – 22.00 Uhr

Oliver Hanley, Sachiko Schmidt

Ort
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1a
Marstall
14467 Potsdam

SYMPOSIUM

Precarity in Contemporary European Fiction and Documentary Film: Depictions and Discourses

30.1. – 1.2.

Guido Kirsten

Ort
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam



The symposium assembles European scholars and researchers to discuss the representation of precarity in contemporary and recent European cinema. The discussion will focus on both the differences in the diverse countries and regions, and on shared tendencies and structural similarities. We will investigate prevalent topics and the recurring use of some character-types or roles; we will take a closer look at narrative and formal tendencies as well as prevailing genres; we will consider the diversity of national or regional cinematographic traditions (in the representation of poverty and precarity) in which the new films are positioned; finally, we will debate the extent to which productions refer to broader recent social change and political debates.

Admission is open and free. Due to limited space, we kindly request that you register by sending an email to josefine.knuth-pollok@filmuniversitaet.de.

The symposium will be held in English.

programme



FILM- UND VERANSTALTUNGSREIHE

[verschoben] Auftakt: 125 Jahre Kino: Vom Wintergarten zum Multiplex

Fr, 13.3. 19.00 Uhr

Chris van Uffelen, Architekturhistoriker

Ort
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1a
Marstall
14467 Potsdam


Um der Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, werden die Veranstaltungen der Reihe 125 Jahre Kino verschoben.



Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Reihe verschoben. Die neuen Termine stehen noch nicht fest.


Am 1. November 1895 führten die Brüder Skladanowsky im Berliner Varieté Wintergarten »lebende Photographien« vor. Die Geburtsstunde des Kinos in Deutschland. Mit einer Film- und Veranstaltungsreihe feiern wir den 125. Geburtstag des Kinos und zeigen, wie sich die Aufführungspraxis über die Dekaden verändert hat. Vom Varieté zum Multiplex – über Jahrmarktkinos, Ladenkinos, Stummfilmpaläste, Kinos der 1950er, Freilicht- und Schachtelkinos – spielen wir durch, wie das Kinoerlebnis dort ausgesehen haben kann. Ein Annäherungsversuch an die Geschichte des gerade in seinen Anfängen äußerst vielgestaltigen Erlebnisortes Kino.


Alle geplanten Spieltermine der Film- und Veranstaltungsreihe auf einen Blick (für Details siehe den Veranstaltungs-Flyer)

Eröffnung 125 Jahre Kino (Film- und Veranstaltungsreihe) & 111 Jahre Kino in Potsdam (Foyerausstellung)
Wintergartenprogram
R: Max Skladanowsky, D 1895, 8'


Im Jahrmarktkino
Nummernprogramme (jeweils 20')


Im Ladenkino
Nummernprogramm (1907– 1910, insges. 60')


Im Stummfilmpalast der 1920er
Varieté
R: E. A. Dupont, D: Emil Jannings, Lya de Putti, D 1925, 102'


Bei den Sommerfilmtagen
Spur des Falken
R: Gottfried Kolditz, D: Gojko Mitić, Barbara Brylska, DDR 1968, 107'
Veranstaltungsort: Freundschaftsinsel Potsdam (Zugang über Lange Brücke)


Im Kino der 1950er
Ware für Katalonien
R: Richard Groschopp, D: Eva-Maria Hagen, Hartmut Reck, DDR 1959, 99'


Im Schachtelkino der 1970er
17 Uhr: Der Mann mit der Todeskralle
R: Robert Clouse D: Bruce Lee, John Saxon, USA / HK, 1973, 98'
19:30 Uhr: Zombie
R: George A. Romero, D: David Emge, Ken Foree, USA / I 1978, 118'
22 Uhr: Lass jucken, Kumpel
R: Franz Marischka, D: Birgit Bergen, Elke Boltenhagen, D 1972, 95'
Vorprogramm: Experiments in Love
R: Daniel L. Symmes, USA 1977, engl. OF, 3D, 28'


Im Multiplex der 1990er
Batmans Rückkehr
R: Tim Burton, D: Michael Keaton, Michelle Pfeiffer USA / GB 1992, 126'


FOYERAUSSTELLUNG

[verschoben]: Eröffnung: 111 Jahre Kino in Potsdam: Vom Biophon zum Biomarkt

Fr, 13.3. 19.00 Uhr

Ort
Filmmuseum Potsdam
Breite Str. 1a
Marstall
14467 Potsdam


Um der Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, wird die Eröffnung der Foyerausstellung 111 Jahre Kino in Potsdam verschoben.



Das Kino kam spät nach Potsdam, aber es kam. 1909 eröffneten in der Innenstadt und in Babelsberg die ersten ortsfesten Kinos. Innerhalb kürzester Zeit folgten viele weitere. Jahrzehntelang waren diese Kinos ein Fenster in die weite Welt, boten Bildung und Unterhaltung, Komödien zum Lachen, Dramen zum Weinen, Abenteuerfilme zum Träumen.
Wie sahen die Kinos damals aus und wo lagen sie? Was lief in Potsdam, als der Kaiser 1918 abdankte, als im November 1938 die Synagoge von Nationalsozialisten verwüstet wurde oder 1961 die Mauer gebaut und 1989 eingerissen wurde?

Vom Biophon-Theater von 1909 über die Kinokultur in der DDR mit Sommerfilmtagen und Jugendfilmclubs bis zum Multiplexkino UCI in den Bahnhofspassagen und der Umwandlung des Kinos Charlott in einen Biomarkt schlägt die Ausstellung einen weiten Bogen in die Gegenwart. Wir laden ein zur Entdeckungsreise durch die Kino- und Stadtgeschichte!


Veranstaltungs-Flyer


NETZWERKTREFFEN

[abgesagt] Treffen der GfM-AG "Affective Media Technologies"

Do, 26.3. 0.00 Uhr

Ort
Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften – ZeM
Hermann-Elflein-Straße 18
14467 Potsdam


Der Workshop richtet sich an die Mitglieder der GfM-AG "Affective Media Technologies".

Aufgrund der aktuellen Gefährdungslage durch das Coronavirus findet der Workshop nicht wie geplant am ZeM statt.