Fr, 26.6. 10.00 – 17.30 Uhr


Images in the Making

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam


ANMELDUNG
[mail]jdobler@uni-potsdam.de


In Bildwissenschaft und -theorie wird überwiegend das spezifisch Visuelle von Bildern fokussiert. Der Bildtheorie von Jean-Luc Nancy folgend kann ein Bild jedoch „ebenso musikalisch, poetisch oder haptisch sein, es kann gerochen oder geschmeckt, kinästhetisch wahrgenommen werden“. Davon ausgehend untersucht der Workshop „Images in the Making“ Prozesse des Bildermachens und Bildwerdens in unterschiedlichen Kontexten: in der Alltagskultur, im Design, in der Literatur, im Tanz. Aus theoretischer und praktischer Perspektive sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Prozesse aufgedeckt werden. Der Vergleich zielt darauf ab, aus den verschiedenen Formen der Realisierung von Bildlichkeit das eigentlich Bildliche herauszuarbeiten.
Im 2-tägigen Workshop soll ein ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis erreicht werden: Die theoretische Reflexion der Themenstellung auf der Grundlage einer Lektüre ausgewählter Reader-Texte, von Inputvorträgen der Veranstalterinnen sowie eingeladenen ExpertInnen und die praktische (körperlichsinnliche) Selbsterfahrung der TeilnehmerInnen beim „Bildermachen“ werden miteinander verknüpft.

Gäste:

  • Elke Bippus (ZHdK, Zürich, Schweiz)
  • Erin Manning (Concordia University, Montreal, Kanada)
  • Kai van Eikels (FU Berlin)



Moderation und Kommentar
Fabian Goppelsröder, FU Berlin


Konzept und Organisation: Der Workshop wird organisiert von Doktorandinnen des DFG-Graduiertenkollegs „Sichtbarkeit und Sichtbarmachung. Hybride Formen des Bildwissens“ der Universität Postdam: Judith Dobler, Anne Kern, Saskia Oidtmann und Maria Weilandt.

Personen

Elke Bippus ist Kunstwissenschaftlerin. Sie ist Professorin für Kunsttheorie an der Zürcher Hochschule der Künste im Departement Kunst und Medien, Vertiefung Bildende Kunst. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Kunst der Moderne und Gegenwart. Jüngste Publikationen (Hrsg.): Kunst des Forschens. Praxis eines ästhetischen Denkens (Zürich/Berlin: diaphanes, 2. Auflage 2012).


Erin Manning hat einen Forschungslehrstuhl an der Concordia Universität in Montreal (Kanada) inne. Zudem ist sie Direktorin des Sense Lab, einem Labor, das den Bereich zwischen Kunstpraxis und Philosophie anhand des empfindenden Körpers in Bewegung untersucht. In ihrer Kunstpraxis arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Malerei, Tanz, Textil und Bildhauerei. Jüngste Publikationen (mit Brian Massumi): Thought in the Act: Passages in the Ecology of Experience (Minnesota: University of Minnesota Press 2014).


Kai van Eickels ist Philosoph, Literatur- und Theaterwissenschaftler. Er ist Privatdozent am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin und Teil des DFG Schwerpunktprogramms „Ästhetische Eigenzeiten“. Seine Forschungsschwerpunkte sind dynamische Kollektivformen wie „Schwärme“ oder „Smart Mobs“, Virtuosität und postfordistische Arbeitskulturen sowie Politiken der Partizipation. Aktuelle Publikation: Die Kunst des Kollektiven. Performance zwischen Theater, Politik und Sozio-ökonomie (München: Fink 2013).


Fabian Goppelsröder ist Philosoph. Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der FU Berlin und ehemals Postdoktorand am DFG-Graduiertenkolleg „Sichtbarkeit und Sichtbarmachung. Hybride Formen des Bildwissens“. Er ist Mitherausgeber der Reihe „Sichtbarkeiten“ (Zürich/Berlin: diaphanes) des Graduiertenkollegs. Aktuelle Publikation (Hrsg. mit Ulrich Richtmeyer u. Toni Hildebrandt): Bild und Geste. Figurationen des Denkens in Kunst und Philosophie (Bielefeld: transcript 2014).


Judith Dobler:Promotionsprojekt: „Bilder zusammen denken. Epistemische Potentiale kollaborativer Praktiken des Zeichnens“ (Medien- und Designwissenschaft)
Anne Kern: Promotionsprojekt: „Todo o nada – Alles oder nichts. Choreografien der kubanischen Künstlerin Juana Borrero“ (Spanische Philologie und Medienwissenschaft)
Saskia Oidtmann: Promotionsprojekt: „Die Choreografie des Ereignisses“ (Choreografie, Philosophie und Medienwissenschaft) Maria Weilandt: Promotionsprojekt: „Stereotype im Kontext visueller Kulturen: Die Parisienne“ (Kulturwissenschaft).