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ZeM News

Kai Steffen Knörr schließt Promotion ab


Am 6. März hat Kai Steffen Knörr, ehemaliger Stipendiat des ZeM, erfolgreich seine Dissertation an der Universität Potsdam verteidigt.
Er schloss damit seine Promotion mit einer Arbeit zum Thema "Funken – eine Medienkulturgeschichte" mit der Gesamtnote magna cum laude ab. Das ZeM gratuliert Kai Steffen Knörr zum Abschluss und zu dem guten Ergebnis und wünscht ihm für seine zukünftige wissenschaftliche Laufbahn viel Erfolg!

Dissertationsprojekt



ZeM News: moving history Akademie

moving history Akademie – Call for Applications


Historische Themen erfreuen sich in Film und Fernsehen nach wie vor großer Beliebtheit. Offenbar eignen sich diese Medien in besonderem Maße, um Geschichte unterhaltsam und anschaulich zu präsentieren. Filmische Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit bieten häufig Anlass für gesellschaftliche Debatten und haben sich damit zu einem wichtigen Medium gesellschaftlicher Selbstverständigung entwickelt. Vor diesem Hintergrund ist 2017 moving history gegründet worden. Es ist das einzige deutsche Festival, das Filme mit historischen Themen aus der aktuellen und vergangenen Kino- und Fernsehproduktion präsentiert. Eingeschlossen sind eine thematische Retrospektive und ein Wettbewerbsprogramm sowie mehrere Formate, die Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen, Vertreter*innen der Filmbranche und ein breites Publikum ins Gespräch bringen sollen. Festivalort ist Potsdam als lebendiger Wissenschafts- und Medienstandort mit über hundertjähriger Tradition.

Das Filmprogramm zum Schwerpunktthema 2019 Als wir träumten – Revolution, Mauerfall, Nachwendezeit wird ca. 30-40 Filme umfassen, darunter sowohl Dokumentar- und Spielfilme, die 1989/90 und in den frühen 1990er Jahren entstanden sind, als auch Filme, die sich dem Thema seither gewidmet haben. Ein Fokus des Programms liegt auf der Präsentation unterschiedlicher, zum Teil konträrer Perspektiven aus Ost und West.
Für die zweite Ausgabe von moving history wird mit der Akademie ein neues Format für Doktorand*innen und Post-Docs geschaffen, das der Auseinandersetzung mit dem Gegenstand „Geschichte im Film“ in erinnerungskultureller Perspektive dient. Vom 25. bis 28. September besuchen Sie nachmittags und abends ausgewählte Programmpunkte des Festivals. Vormittags gibt es ausgiebig Raum, um in der Gruppe die Filme bzw. Veranstaltungen des Vortags zu diskutieren. Darüber hinaus findet ein spezielles Akademieprogramm mit Gästen statt.
Die Akademie wird veranstaltet von moving history in Kooperation mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM). Die Organisator*innen übernehmen die Hotel-, Reise- und Akkreditierungskosten der Akademie-Teilnehmer*innen nach den Vorgaben des Bundesreisekostengesetzes. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 20 Personen beschränkt.


Wer kann sich bewerben: Doktorand*innen und Post-Docs der Geschichts- sowie der Film- und Medienwissenschaft sowie angrenzender Fächer. Im Ausnahmefall ist auch die Aufnahme von Studierenden möglich, die gerade ihre Masterarbeit zu einem relevanten Thema schreiben.
Wie bewerben: Aussagekräftiger Lebenslauf, ggf. mit Publikationsverzeichnis, Motivationsschreiben (1 Seite), evtl. Kurz-Exposé der Qualifikationsarbeit
Wo bewerben: Dr. Anna Jehle: a.jehle@zem-brandenburg.de
Bis wann bewerben: 7. Mai 2019


Hinweis zum Datenschutz: Die Erhebung und Verarbeitung Ihrer persönlichen Bewerbungsdaten erfolgt ausschließlich zweckgebunden für die Vergabe von Plätzen der moving history Akademie. Eine Weiterleitung an Dritte findet nicht statt. Nach dem Abschluss der Veranstaltung werden Ihre persönlichen Bewerbungsdaten automatisch gelöscht, es sei denn, Sie haben einer längeren Speicherung ausdrücklich zugestimmt, gesetzliche Bestimmungen stehen einer Löschung entgegen, oder die weitere Speicherung ist zum Zwecke der Beweisführung erforderlich.



Transmediale

Foto: Oskar Smollny

ZeM News: SENSING

Zum Wissen sensibler Medien - Workshop des Forschungskollegs SENSING im Rahmen der transmediale


„Die transmediale hat dem Forschungskolleg SENSING erstmals einen öffentlichen Raum geboten, sein Thema nicht nur vorzustellen, sondern auch in seiner Komplexität zu diskutieren“, resümiert Prof. Marie-Luise Angerer, Sprecherin des Forschungskollegs SENSING. Zum Wissen sensibler Medien, die Teilnahme an der diesjährigen transmediale. Die aktuelle Ausgabe des Festivals für Medienkunst und digitale Kultur im Haus der Kulturen der Welt in Berlin befasste sich entlang der Frage „What moves you?“ mit der technologischen Erfassung und Mobilisierung von Gefühlen.

Im Workshop „The Knowledge of Sensitive Media“ diskutierten Mitglieder des Forschungskollegs am vergangenen Freitag gemeinsam mit Gästen, wie der zunehmende Einsatz vernetzter Sensortechnologie menschliches Wahrnehmen, Fühlen und Handeln verändert. „Dabei haben die Kollegiat*innen mehrfach überzeugt: thematisch sehr gut aufgestellt, eloquent und äußerst charmant wurden die Teilnehmenden des Workshops empfangen“, fasst Prof. Marie-Luise Angerer das Format und die Atmosphäre der Veranstaltung zusammen.

An fünf Diskussionstischen hatten Teams aus Promovierenden, PostDocs und Professor*innen Sensormedien wie Smartphones und Wearables als Beispiele genutzt, um die Versprechen, Möglichkeiten und Gefahren sensibler Medien zu befragen. Insbesondere die Implementierung von Sensoren in Alltagsgegenständen und die damit verbundene Erfassung von Bewegungs- und Vitaldaten wurde von den Teilnehmenden kritisch bewertet. So warf eine Teilnehmerin der Tischrunde „Technologies of Empathy“ die grundsätzliche Frage auf „Do you need this technical mediation to produce empathy? Or do you produce something totally different?“
Anja Breljak, Kate Donovan und Vanessa Oberin, drei der insgesamt sieben im Kolleg Promovierenden, hatten den Workshop federführend organisiert. „Frühzeitig mit der eigenen Arbeit an die Öffentlichkeit zu gehen, wie im Falle unseres Workshops, ist in jedem Fall eine bereichernde Erfahrung“, so die Einschätzung von Vanessa Oberin. Die Resonanz unter den Besucher*innen habe gezeigt, dass die Themen des Kollegs auch im außeruniversitären Raum mit großer Dringlichkeit diskutiert würden.

Im Forschungskolleg SENSING der Universität Potsdam, der Fachhochschule Potsdam und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, welches am Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) angesiedelt ist und von der Volkswagen Stiftung gefördert wird, arbeiten seit Oktober letzten Jahres sieben Promovierende, eine PostDoc und acht Professor*innen zusammen. In medienwissenschaftlichen Einzelprojekten werden die Bedingungen wie auch Auswirkungen der zunehmenden Verkopplungen von Sinnen und Sensoren in verschiedenartigen Anwendungsfeldern untersucht. Die Themenfelder und das Format des Kollegs sind sowohl auf theoretische, in den Medienwissenschaften relevante Fragestellungen als auch auf aktuelle Praxis- und Arbeitsfelder ausgerichtet. Die Promovierenden absolvieren im Laufe des vierjährigen Förderzeitraums eine Praxisphase bei Kooperationspartnern wie etwa dem Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, der Deutschen Welle oder der Agentur Art+Com Studios, um die Theorie in der Praxis sowie die Praxis in der Theorie zu untersuchen und außeruniversitäre Berufsfelder kennenzulernen. Die Kollegiat*innen werden von einem medienwissenschaftlich und medienpraktisch erfahrenen Professor*innen-Team der Universität Potsdam, der Fachhochschule Potsdam und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF betreut.

Weitere Informationen zum Forschungskolleg SENSING: Zum Wissen sensibler Medien finden Sie hier.