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SENSING: Zum Wissen sensibler Medien

Forschungskolleg gefördert durch die VolkswagenStiftung

Sensoren verleihen Dingen und Maschinen die Fähigkeit zu "empfinden", zu "spüren", also - zu erfassen und zu ermessen. Durch ihre Implementierung in Smartphones, Autos, Kleidung, Haushaltstechnologien, Spielzeug etc. scheinen insbesondere Alltagsgegenstände heute in besonderem Maße mit einem "technischen Empfindungsvermögen" aufgeladen. Durch ihre Verbreitung werden Städte und Umgebungen insgesamt zu einem sensorischen Netzwerk. Interaktionen zwischen Menschen und smarten Maschinen/Umgebungen/Dingen werden heute aber durch die autonome Interaktion von sensorischen Maschinen ergänzt, unterstützt bzw. kontrolliert. Dabei wird auch die menschliche Sinneswahrnehmung zunehmend technisch erfasst und gesteuert, etwa durch Eyetracking, Bewegungs- und Bildsensoren oder Verfahren der Emotionserkennung.

Das durch die Volkswagenstiftung geförderte Forschungskolleg SENSING: Zum Wissen sensibler Medien führt zu diesem aktuellen Themenfeld eine Gruppe von Promovierenden der Medienwissenschaften zusammen, die in Einzelprojekten Fragen computertechnisch-vernetzter Sensorik erforschen. Die Themen und das Format desForschungskollegs sind dabei sowohl auf theoretische, in den Medienwissenschaften relevante Fragestellungen als auch auf aktuelle Praxis- und Arbeitsfelder ausgerichtet. Begleitet durch ein medienwissenschaftlich und medienpraktisch erfahrenes ProfessorInnenteam - das die Bereiche vom Mediengebrauch über Medienästhetik, Medienkulturgeschichte, Medientheorie und Medienökologie abdeckt -, werden die Promovierenden anhand konkreter Beispiele von Sensortechnologien, sensorischem Design und technisch-organischen Operationen die Theorie in der Praxis sowie die Praxis in der Theorie untersuchen und hierbei eine zwölfmonatige Praxisphase bei Partnerinstitutionen und -unternehmen durchlaufen.

Das organisatorische Zentrum und den hochschulübergreifenden Rahmen des Forschungskollegs bildet das Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM), dem als gemeinsame Forschungseinrichtung der Hochschulen des Landes Brandenburg alle am Forschungskolleg beteiligten Professor*innen angehören.

Laufzeit: 4 Jahre
Voraussichtlicher Beginn: 01. Oktober 2018
7 Promotionsstellen und 1 Post-Doc-Stelle