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Alice Soiné

Interface als spekulativer Möglichkeitsraum. Potenziale einer Neuverhandlung von Mensch-Maschine-Interaktion


Als ein Verknüpfungsmoment der Verschmelzung von Mensch und Maschine deutet sich eine Engführung beider auf eine Form der Codierbarkeit an. Auf dieser These aufbauend, untersucht das Dissertationsvorhaben, zu welchem Grad Ansätze einer dichotomen Mensch-Umwelt-Relation Eingang in die Konzeption von Mensch Maschine-Interaktion finden, wenn Wahrnehmung und Verhalten im Kontext einer “fühlenden, intelligenten Umgebung” als formalisier- und mechanisierter einstuft werden. Inwiefern reproduziert sich dabei die Narration einer Gegenübergestelltheit zweier Pole der Interaktion als asymmetrisches Gefüge von Herstellenden und Nutzenden informationstechnologischer Infrastrukturen? Aus einer spekulativen theoretischen Perspektive heraus werden die Potenziale einer Offenlegung und eines daraus folgenden Aufbruchs dieser Verhältnismäßigkeiten ausgelotet. Die Erprobung eines möglicherweise erweiterteren Spektrums technokultureller Welt-Bezugnahmen in Form eines alternativen Interaktionskonzepts erfolgt im Feld praktischer, experimenteller Umsetzungsprozesse. Interface als Zone der Neuverhandlung von Verhältnissen ist dabei auch als analytisch-methodische Figur des Dazwischens verstanden.

Kurzbiographie
Alice Soiné, geboren 1987. Studium der Europäischen Kultur und Ideengeschichte, Multimedia am KIT Karlsruhe, der Kulturanthropologie und Europäischen Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Master-Arbeit zu Interface. Mit-Herausgeberin des Online Journals Interface Critique.