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Fr.
25. Juni 21
17.00 - 19.00 Uhr

Ort

online

Cripping AI: Perspektiven der Disability Studies auf Künstliche Intelligenz

Der Vortrag ist Teil einer von Studierenden durchgeführten Abschlusskonferenz im Rahmen der Lehrveranstaltung „Digital Health“ im kooperativen Studiengang „Europäische Medienwissenschaft“ der Universität Potsdam und der FH Potsdam.

Vortrag von Dr. Ute Kalender

In welchem Verhältnis stehen Behinderung und Künstliche Intelligenz? Während eine medizinische Perspektive Behinderung einmal mehr auf das ganz Andere von Künstlicher Intelligenzreduzieren könnte–auf kognitive und körperliche Defizite, die auszugleichen, zu verbessern, gar abzuschaffen sind–, könnte eine soziale Perspektive Menschen mit Behinderung leicht als Cyborgs par excellence idealisieren.Wie beispielsweise bei Donna Haraway geschehen oder aktuell bei den Xenofeministinnen zu sehen ist. Menschen mit Behinderung würden dann aktiv, einfach und intensiv mit künstlicher Intelligenz verschmelzen. Beide Perspektiven werden, so der Vortrag, dem verwickelten, spannungsreichen Verhältnis von Künstlicher Intelligenz und Behinderung nicht gerecht. Die medizinische Sicht reiht sich in eine Genealogie der Pathologisierung ein, in der statt die AI neurodiverser zu machen, behinderte Menschen lediglich schneller, agiler, kognitiver–schlicht nicht behindert –werdensollen. Der soziale Ansatz nutzt Behinderung wiederum als narrative Prothese für die eigene Theoriebildung oder reduziert AI auf eine Frage der sozialen Position, was ebenfalls einem möglichen vielschichtigen Verhältnis von Menschen mit Behinderung zu Künstlicher Intelligenz nicht gerecht wird.

Dr. Ute Kalender schlägt vor, mit dem Begriff der komplexen Verkörperung eine ‚realistischere‘ Perspektive auf künstliche Intelligenz zu entwickeln, in der das verkörperte kognitive Wissen von Menschen mit Behinderung zum Ausgangspunkt eines theoretischen Nachdenkens über AI genommen würde. Gefahren von AI wie Eugenik, digitale Überwachung und Ausbeutung könnten ebenso thematisiert werden wie Möglichkeiten ihrer kritischen Gestaltung und radikalen Aneignung für die eigenen selbstbestimmten Körperzwecke. Der Beitrag wird zunächst in das Thema Künstliche Intelligenz und Zentralbegriffe der Disability und Crip Studies einführen. Dann kritische Fragen an das Thema Künstliche Intelligenz aus Disability Studies Perspektive entwickeln und sie an das Modell der komplexen Verkörperung rückbinden.

Kontakt / Anfahrt

ZeM – Brandenburgisches Zentrum
für Medienwissenschaften

Hermann-Elflein-Str. 18
14467 Potsdam

Ansprechpartner*innen in der Geschäftsstelle

Dr. Michael Ufer

Telefon +49(0)3 31 / 81 32 81-68

Saskia Jaretzke

Telefon +49(0)3 31 / 81 32 81-70

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