Katrin Bernad
Forschungsinteressen
Materialität von Schrift und Buch, Gedächtnis- und Erinnerungsforschung, Theorien des Künstlerbuchs und der Buchästhetik, Intermedialität (Literatur – Bild – Objekt), Poetik und Ästhetik des Fragments, Raumtheorien (topologische und mediale Räume), Literaturtheorie (Poststrukturalismus, Materialitätstheorie), Literatur und Recht / Rechtsphilosophie (Zeugenschaft, Gewalt, Norm).
Kurzbiografie
Katrin A. Bernad, arbeitet als Literatur- und Kulturwissenschaftlerin mit einem interdisziplinären Profil, das literaturwissenschaftliche Analyse, künstlerische Praxis und institutionelle Erfahrung verbindet.
Sie promoviert an der Universität Zürich (Philosophische Fakultät, Kulturanalyse) in Kooperation mit der Europa-Universität Viadrina (Kulturwissenschaftliche Fakultät). Ihre Dissertation widmet sich der Materialästhetik als Gedächtnisform in zeitgenössischen lyrischen Künstlerbüchern und untersucht literarische Verfahren, in denen sich Erinnerung nicht primär narrativ entfaltet, sondern in der buchförmigen Anlage selbst strukturiert. Im Zentrum steht die Frage, wie Schrift und Bildlichkeit als materielle Ordnungen Erfahrungsdimensionen sichtbar machen, die sich sprachlicher Darstellung entziehen. Ihr besonderes Forschungsinteresse gilt dem Buch als ästhetischem und epistemischem Medium, das zwischen Text, Materialität und Denkraum operiert und dadurch Formen literarischer Erkenntnis ermöglicht, die über lineare Erzählmodelle hinausgehen.
Ihre wissenschaftliche Perspektive ist geprägt durch ihre langjährige Tätigkeit im internationalen Kunst- und Kulturbetrieb, zuletzt in einem transdisziplinären Kunst- und Architekturstudio zwischen Berlin und Beijing, die nicht als biografischer Hintergrund, sondern als integraler Bestandteil einer theoretischen Arbeit wirkt, in der literaturwissenschaftliche Fragestellungen mit medien- und materialtheoretischen Ansätzen verschränkt werden.
Zugleich ist Bernad in literarischen und kunstwissenschaftlichen Zusammenhängen in Berlin, Zürich und Melbourne vernetzt. Neben ihrer punktuellen Autorenschaft bei zaesur-poesiekritik.de leitet sie dort die Öffentlichkeitsarbeit und bildet die zentrale Schnittstelle zur Redaktion.
Darüber hinaus ist sie u. a. Mitglied im Zentrum für Medien in Brandenburg (ZEM) sowie bei Women in Arts and Media (WAM), Berlin, und engagiert sich in der Beratung von Künstler:innen.



