04. Februar 16
Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam
To See Without Being Seen: Bericht über eine Kunstausstellung zum Drohnenkrieg
Das medienwissenschaftliche Forschungskolloquium bietet DoktorandInnen und Post-Docs die Möglichkeit, ihre aktuellen Promotions- und Forschungsprojekte zu präsentieren und im kollegialen Rahmen zu diskutieren.
KOORDINATION
Prof. Dr. Chris Wahl, Filmuniversität KONRAD WOLF
„To See Without Being Seen: Contemporary Art and Drone Warfare“ ist eine Ausstellung zur Gegenwartskunst des Drohnenkriegs, die Svea Bräunert gemeinsam mit Meredith Malone am Mildred Lane Kemper Art Museum der Washington University in St. Louis kuratiert hat. Im Vortrag wird das Konzept der Ausstellung vorgestellt, die sich in drei thematischen Sektionen – „Bringing the War Home“, „Tracking and Targeting“, „Countersurveillance“ – mit aktuellen Formen der Kriegsführung und Überwachung auseinandersetzt. Im Mittelpunkt stehen die Sichtverhältnisse des Drohnenkriegs, die um Aspekte wie Vertikalität, Relationalität und operative Bildlichkeit kreisen und zugleich die Frage aufwerfen, ob es eine neue politische Notwendigkeit und Bedeutung des Unsichtbaren gibt. Neben diesen theoretisch-thematischen Aspekten werden Erfahrungen mit der Arbeit an der Ausstellung im aktuellen amerikanischen Kontext sowie von ersten Reaktionen berichtet.
Informationen zur Ausstellung auf der Homepage des Mildred Lane Kemper Art Museum:
http://www.kemperartmuseum.wustl.edu/ToSeeWithoutBeingSeen
Person
Dr. Svea Bräunert hat Neuere deutsche Literatur, Kulturwissenschaft und Neuere und Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert, wo sie mit der Arbeit Gespenstergeschichten. Der linke Terrorismus der RAF und die Künste (Berlin: Kadmos 2015) promoviert wurde. Sie war Postdoktorandin am Graduiertenkolleg „Sichtbarkeit und Sichtbarmachung“ der Universität Potsdam, Franz Roh Stipendiatin am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München, Schurman Assistentin an der Cornell University und Fulbright Fellow an der Washington University in St. Louis. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Kunst, Film und Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, Erinnerungs- und Trauma-Forschung, Medientheorie und Gender Studies. Ihr aktuelles Forschungsvorhaben setzt sich mit dem Drohnenkrieg in der Gegenwartskunst auseinander


